In Thailand gibt es immer mehr wilde Elefanten. Jetzt haben die Behörden zum ersten Mal eine Verhütungsimpfung eingesetzt. Drei Elefantenkühe in der Provinz Trat im Südosten des Landes haben die Impfung bekommen. Das hat die Wildschutzbehörde am Mittwoch bekannt gegeben. Die Verhütung wurde am Montag mit Betäubungspfeilen verabreicht, wie Behördenvertreter Sukhee Boonsang der Nachrichtenagentur AFP sagte. Seitdem führen die drei Tiere "ihr ganz normales Leben" weiter.
In den letzten zehn Jahren ist die Zahl der wilden Elefanten in Thailand von gut 300 auf fast 800 gestiegen. Dazu kommen noch tausende Elefanten, die in Gefangenschaft leben. Gleichzeitig wird der Lebensraum für die Tiere immer kleiner. Es kommt deshalb immer öfter zu Zusammenstößen mit Menschen, die manchmal tödlich enden. Seit 2012 sind laut Behörden fast 200 Menschen und mehr als 100 Elefanten dabei ums Leben gekommen.
"Wenn wir nichts unternehmen, wird es immer mehr Konflikte geben", erklärte Sukhee die Maßnahme. Der Impfstoff wurde schon vor zwei Jahren an sieben Elefanten in Gefangenschaft im Norden von Chiang Mai getestet. Vor Beginn der Regenzeit im Mai sollen noch 15 weitere Dosen an weibliche Tiere in anderen Herden im Land verabreicht werden.