Nach mehr als vier Jahrzehnten zwischen Kultstatus, Neonfarben und ikonischen Ohrwürmern kehren The B-52’s für einen ganz besonderen Abend auf die Konzertbühne zurück.
Am 24. Juni stehen Fred Schneider, Kate Pierson und Cindy Wilson für ihre einzige Deutschland-Show in der Zitadelle Spandau auf der Bühne – ein exklusiver Halt ihrer gefeierten Farewell-Performances.
Kaum zu glauben: Gegründet wurde die Band 1976 nach reichlich Drinks in einem China-Restaurant in Athens, Georgia – mitten im studentischen Südstaaten-Mikrokosmos, aus dem später auch R.E.M. hervorgingen.
Schon der Name war ein Statement. "B-52’s" nennt man in ihrer Heimatstadt die turmhohen Bienenkorbfrisuren, die Cindy Wilson und Kate Pierson auf frühen Covern trugen – benannt nach den B-52-Bombern der US-Luftwaffe. Bomben auf dem Kopf, Ironie im Herzen.
Ihr Sound? Eine grelle Mischung aus New Wave, Post-Punk, Surf, Sci-Fi-Ästhetik, Partylaune und trockenem Humor – mit einem Faible für Andy Warhol, UFOs und exzentrischen Chic. Allein in den 1980ern veröffentlichten sie sechs Alben. Der kommerzielle Durchbruch hierzulande gelang mit dem 1989 erschienenen "Cosmic Thing".
Die daraus ausgekoppelte Single "Love Shack" verkaufte sich über eine Million Mal und wurde zur unverwüstlichen Partyhymne.
Doch der Weg war nicht nur bunt und schrill. 1985 starb Gitarrist Ricky Wilson, Bruder von Cindy Wilson, an den Folgen einer AIDS-Erkrankung – eine Diagnose, die damals aus Angst vor Stigmatisierung kaum öffentlich gemacht wurde. Der Verlust erschütterte die Band zutiefst. Engagement für AIDS-Prävention sowie Tier- und Umweltschutz wurde fortan Teil ihrer Haltung.
Dass selbst Ikonen nicht ewig Vollgas geben, zeigte sich schleichend: Seit 2012 ist Gründungsmitglied Keith Strickland nicht mehr mit auf Tour. Und doch stehen The B-52’s auch 50 Jahre nach ihrer legendären Schnaps-Idee für Lebensfreude, Exzentrik und stilistische Unerschrockenheit.
Die Show in der Zitadelle Spandau verspricht noch einmal genau das: grelle Energie, tanzbare Euphorie und eine Zeitreise durch die schrägste Erfolgsgeschichte der amerikanischen Alternativszene. Der allgemeine Vorverkauf startet am 6. März, 10 Uhr