Heftige Konsequenzen

Kunden verstecken Fleisch im Supermarkt – Chef sauer

In einem Supermarkt in Solingen taucht immer wieder Feinkost-Fleisch in fremden Regalen auf. Der Chef greift nun hart durch.
Newsdesk Heute
10.01.2026, 15:32
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Der Frust bei Supermarkt-Chef Heiko Wodarz sitzt tief: Immer öfter fanden seine Mitarbeitenden in den letzten Wochen bereits abgepackte Fleischwaren aus der eigenen Feinkosttheke – nicht in der Kühlung, sondern "versteckt" zwischen Chips, Zahnpasta oder Konserven.

Für den Kaufmann aus dem deutschen Solingen ist klar: Dahinter steckt kein Zufall, sondern die Teuerung. "Die Kunden haben einfach kein Geld mehr. Das merkt man an allen Ecken", sagt er gegenüber WDR. Ein paar Koteletts um 12,80 Euro? Für viele zu viel. Statt an der Kasse zu zahlen, wird die Wurst aus Scham irgendwo im Laden entsorgt.

Beinahe jeden zweiten Tag fanden die Mitarbeiter zuletzt solche zurückgelassenen Fleischwaren. Das kostet inzwischen mehrere Hundert Euro im Monat. Das Problem ist so groß geworden, dass der Markt jetzt knallhart durchgreift.

Entlang der Feinkosttheke hat Wodarz nun auffällige Aushänge mit klarer Botschaft angebracht: "Seien Sie bitte so fair und bringen Sie die Ware an unsere Theke zurück." Wer beim Ablegen erwischt wird, dem droht Hausverbot.

"Unverschämt und unverantwortlich"

Eine Kundin unterstützt die Maßnahme. Für sie ist das Verhalten einiger Kunden "unverschämt und unverantwortlich". Denn für die Ware seien Tiere gestorben. "Schon das ist doch ein Grund, mit den Lebensmitteln respektvoll umzugehen."

Die neue Linie zeigt Wirkung. Laut Marktleiter Wodarz sei die Zahl der Fleisch-Funde seit Einführung der Warnschilder deutlich gesunken. Wen er beim "Ablegen" erwischt, spricht er sofort an.

Hausverbote musste er bisher keine verhängen – wohl aber deutlich darauf hinweisen. Die typische Reaktion der Ertappten: "Jaja, ich bezahle Ihnen das."

{title && {title} } red, {title && {title} } Akt. 10.01.2026, 17:00, 10.01.2026, 15:32
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