Dominic Thiem kündigt seine Rückkehr auf die Tennis-Tour an – und sorgt damit für wilde Spekulationen.
"Nach unglaublichen 14 Jahren auf der ATP-Tour geht meine Reise auf einem neuen und spannenden Weg weiter. Ich freue mich darauf, mein Wissen und meine Erfahrungen in dem Sport, den ich am meisten liebe, weiterzugeben", schreibt der US-Open-Sieger von 2020 auf Instagram.
Ein Comeback als Spieler gilt als ausgeschlossen. 2024 hatte der Niederösterreicher seine Karriere beendet – auch wegen Verletzungsproblemen und der Belastung durch das ständige Reisen.
"Emotional geht es mir besser", sagte Thiem zuletzt zu "Heute". "Ich bin ausgeglichener als zu meiner Zeit als Sportler. Ich denke, das ist das Los als Spitzensportler. Die geilen Zeiten von früher bei Siegen habe ich nicht mehr, dafür fallen jetzt auch die emotional schlechten Tage weg", meinte der 32-Jährige.
Aber was plant Thiem, die Ex-Nummer drei Welt, im Tennis? Das will er am Montag der Öffentlichkeit mitteilen.
Viel spricht für einen Einstieg als Trainer. Naheliegend ist eine Zusammenarbeit mit Sebastian Ofner. Der Steirer hat sich nach Verletzungen zurückgekämpft und zuletzt mit starken Leistungen aufgezeigt. Trainiert wird er in der Akademie von Thiems Vater Wolfgang. Vor der Saison kam es zur Trennung von Touring-Coach Stefan Rettl, aktuell reist er mit Philipp Bachmaier.
Auch Joel Schwärzler wäre ein mögliches Projekt. Der 20-Jährige gilt als Hoffnung im österreichischen Tennis, könnte von Thiems Erfahrung profitieren. Mit Markus Hipfl und Philipp Kohlschreiber hat Schwärzler allerdings bereits zwei erfahrene Trainer.
Oder steht Thiem sogar bei einem Engagement von einem Weltklassespieler? Auch eine Beraterrolle wäre denkbar.
Einen Job als Coach konnte sich Thiem zuletzt im "Heute"-Gespräch nicht vorstellen. "Für den Trainer-Job bin ich nicht hart genug im Durchsetzen", meinte er. Deshalb arbeitete er mit den Schützlingen seines Vaters in der "Thiem Academy Burgenland" nicht oft am Platz, gab lieber im Hintergrund Tipps.
Am Montag legt Thiem die Karten auf den Tisch. Sicher ist: Ganz los lässt Thiem der Tennis-Zirkus nicht.