Star-Autor ganz privat

Thomas Brezina gesteht: "Wäre nicht der beste Vater"

Thomas Brezina hat mit seinen Büchern Generationen geprägt. Jetzt spricht er offen über Spott, Träume und warum er glaubt, kein guter Vater zu sein.
Heute Entertainment
05.03.2026, 13:36
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Mit über 600 veröffentlichten Büchern gehört Thomas Brezina zu den erfolgreichsten (Kinderbuch-)Autoren aller Zeiten. Mit "Tom Turbo", "Die Knickerbocker-Bande" oder dem "Tiger-Team" prägt der Wiener seit Jahrzehnten die Kindheit vieler begeisterter Leser. Jetzt war Brezina zu Gast beim Video-Podcast "Die Gruaberin" von Monika Gruber, wo er ungewohnt offen über große Erfolge und schwere Zeiten spricht.

Auch nach so vielen Jahren im Business bedeuteten dem Star-Autor die Rückmeldungen seiner Leser mehr als alles andere. "Wenn Leute zu mir sagen: 'Danke für die schöne Kindheit' – das ist die größte Auszeichnung," erzählt er. Seine Bücher habe er immer so geschrieben, wie er sie selbst als Kind gern gelesen hätte. "Ich habe für Kinder geschrieben – nicht von oben herab als Erwachsener, sondern ich wollte sie begleiten," so Brezina im Talk mit Monika Gruber.

Seine eigene Kindheit war allerdings nicht immer einfach. Während seiner Gymnasialzeit arbeitete er bereits beim ORF als Puppenspieler – mit rund 160 Fehlstunden pro Semester, wie er heute lachend erzählt. So konnte er früh beim Fernsehen Fuß fassen, doch in seiner Klasse brachte ihm das wenig Bewunderung: "Ich bin belächelt worden. Ich war nie der große Coole," erzählt Brezina heute ehrlich.

"Meine 'Uncoolheit' war wichtig für mein späteres Leben"

Doch genau diese Rolle als Außenseiter kann er im Nachhinein positiv sehen: "Heute weiß ich, wie wichtig meine 'Uncoolheit' für mein späteres Leben war," spricht er offen – das Belächeln seiner Mitschüler holte eine Seite aus ihm heraus, die es allen zeigen wollte. Damals war das sehr schwer für ihn, doch heute kann er sagen: "Das war ein super Antrieb."

"Ich wäre nicht der beste Vater"

Für seine Arbeit sieht er es als Vorteil, dass er selbst kein Vater oder Pädagoge ist – so kann er Kinder aus einem anderen Blickwinkel sehen. Zum Thema der Vaterrolle wird Brezina dann plötzlich ganz persönlich und gesteht offen: "Ich glaube, ich wäre nicht der beste Vater." Der Grund dafür: "Ich bin so versponnen in meiner Welt, dass ich nicht weiß, ob ich einem Kind die Aufmerksamkeit geben könnte, die es braucht."

Sein persönlicher Traum ist und bleibt ein Haus am Meer. Und er ist sich absolut sicher: "Wie alles in meinem Leben wird es auftauchen, wenn die Zeit dafür richtig ist."

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