Haustiere

Folterkeller-Hündin hat furchtbare Angst im Dunkeln

Nach 12 Tagen mit den Ansfelden-Folterkeller-Hunden ziehen die Mitarbeiter der Pfotenhilfe in Lochen erste Bilanz um die gebrochenen Seelen. 

Christine Kaltenecker
Die süße "Julie" braucht unbedingt Besitzer mit dem größten Herz und viel Geduld. 
Die süße "Julie" braucht unbedingt Besitzer mit dem größten Herz und viel Geduld. 
©Pfotenhilfe

Traurig und voller Mitleid schaut man auf der Instagram Seite der Pfotenhilfe in Lochen in die großen Augen einer jungen Hündin, die hoffnungsvoll in die Kamera blickt. Eine Hündin, die seit 12 Tagen auf den Namen "Julie" hört. Sie trägt wohl zum ersten Mal in ihrem bisher bedauernswerten Leben einen Namen und darf auf einer kuscheligen Decke liegen, anstatt im eigenen Kot auf kalten Gitterstäben. Die Rede ist von einer Hündin aus dem Ansfelder Horrorhaus, wo man kürzlich insgesamt 44 Hunde aus den Fängen eines illegalen Züchters befreit hat, der seine Hunde für Hinterhofkämpfe missbraucht hat.

Hündin "Susi" brachte sogar in ihrem furchtbaren Zustand elf Welpen zur Welt:

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    In diesem ausgemergelten Zustand brachte Hündin "Susi" tatsächlich 11 Welpen zur Welt.
    In diesem ausgemergelten Zustand brachte Hündin "Susi" tatsächlich 11 Welpen zur Welt.
    ©Pfotenhilfe

    Ein neues Leben? 

    Dünn, gebrochen, verletzt, krank und sogar trächtig wurden die Hündinnen sowie Rüden aus einem Folterkeller für Haustiere beschlagnahmt und in mehrere Tierheime in ganz Österreich aufgeteilt. Dort befinden sie sich noch in Quarantäne, dürfen nicht besucht werden und warten auf ein besseres Leben, während die Tierpfleger versuchen, den Gesundheitszustand der ausgemergelten Tiere schnellstmöglich zu verbessern. Doch ihre Seele kann nicht "zunehmen", nicht schnell heilen und wenn die Nächte lang und dunkel sind, fürchtet sich "Julie" unendlich. 

    Wie schlimm muss es diesen Tieren ergangen sein, wenn sie sich in der Nacht fürchten? Bei jemanden liegen müssen, um zur Ruhe zu kommen und sofort zittern, wenn sie eine Hundebox nur von weitem sehen? In den letzten zwölf Tagen jedoch hat sich für sie ein Fenster geöffnet - ein Fenster zu einer Welt mit Liebe und Geborgenheit, eine Welt mit Tageslicht und Kuscheldecken, Futternäpfen und Aufmerksamkeit, die sie nie, nie, nie wieder verlassen müssen. Allen Helfern sei an dieser Stelle gedankt, die jetzt dafür Sorge tragen, dass ein gebrochenes Hundeherz wieder langsam heilen darf. 

    Du möchtest die Pfotenhilfe mit den "Folterkeller"-Hunden unterstützen? Denn Impfungen, Aufbaunahrung, Welpenmilch, Kastrationen und sonstige medizinische Behandlungen kosten leider viel Geld. 
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