Haustiere

Messiezüchterin machte sich einfach aus dem Staub

Kleingartensiedlungen sollen Ruhe und Naturverbundenheit ausstrahlen. Das Berliner Veterinäramt sah jedoch ein anderes Bild bei einer Kontrolle.
Christine Kaltenecker
30.07.2022, 07:27
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Auf einem komplett verwahrlosten Kleingartensiedlungs-Grundstück, zwischen Paletten und Wellblechresten, fand das Berliner Veterinäramt am 21. Juli 2022 ein grauenhaftes Versteck. Offenbar wurden hier unter den fürchterlichsten Umständen, Hunde im großen Stil gezüchtet. 27 verdreckte, traumatisierte und halbverhungerte Vierbeiner konnten sichergestellt werden, einer starb jedoch in der Tierklinik, während ein weiterer schon tot in einer Transportbox gefunden wurde.

Verängstigt zitternd

Die Rassen "Miniature Bull Terrier", "Yokshire Terrier" und auch Mischlingshunde waren verängstigt und zitterten, als sich die Pfleger des Tierheims Zossen (Aktion Tier, Tierheim Zossen) näherten. Die überlebenden 25 Hunden durften dort vorerst unterschlüpfen und werden nun liebevoll aufgepäppelt und medizinisch behandelt. Die Erstuntersuchung bestätigte das schockierende Bild aus einem sonst so idyllischen Örtchen und entdeckte Augenentzündungen, verdreckte Ohren, lange Krallen, schlechte Zähne usw.

Besitzerin auf der Flucht

Laut der zuständigen Behörden sind die Ermittlungen zur Halterin am Laufen, diese scheint sich jedoch mit mehreren Tieren aus dem Staub gemacht zu haben. Ein Halte- und Betreuungsverbot wird erteilt werden und durch den Tod zweier Hunde drohen sogar eine Freiheitsstrafe bis zu drei Jahren. Na, immerhin!

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