Haustiere

Star-Zoologe missbrauchte, folterte und tötete 39 Hunde

Der Brite Adam Britton machte sich als Krokodilexperte einen Namen, nun steht er vor Gericht: Er soll Hunde gekauft haben, um sie zu Tode zu quälen.
Heute Tierisch
28.09.2023, 03:48

Der Krokodil-Experte Adam Britton wurde durch seine Auftritte in BBC- und "National Geographic"-Sendungen berühmt. Jetzt geht der 51-Jährige als Tierquäler in die Geschichte ein, er hat sich in einem Prozess im australischen Darwin schuldig bekannt.

Dem Zoologen wurde vor dem "Northern Territory Supreme Court" vorgeworfen, Dutzende Hunde sexuell missbraucht, gefoltert und getötet zu haben. Wie die BBC berichtete, soll er Videos davon online gestellt haben.

Außerdem gestand Britton den Besitz und die Weitergabe von Missbrauchsaufnahmen Minderjähriger.

Zu verstörend für Details

Viele Vergehen des gebürtigen Briten seien laut Nachrichtendienst zu verstörend, um im Detail über sie berichten zu können. Selbst der Richter habe vor Verlesung der Anklage die Zuschauer, das Sicherheitspersonal und die Medien aufgefordert, den Gerichtssaal zu verlassen, da es sich um "groteske und perverse Grausamkeiten" handele, die erschütternd seien.

"Der Täter hatte ein sadistisches sexuelles Interesse an Tieren und insbesondere an Hunden", erklärte der Staatsanwalt. Er habe nicht nur seine eigenen Hunde gefoltert und missbraucht, sondern auch andere Hundebesitzer unter Vortäuschung und Angabe falscher Tatsachen davon überzeugt, ihm ihre Tiere zu überlassen. Viele hätten ihre Haustiere beispielsweise wegen dienstlicher Verpflichtungen abgeben müssen, das aber nur ungern getan.

Einen extra präparierten Container, in dem er seine Schandtaten filmte, soll er selbst als "Folterraum" bezeichnet haben.

Fast alle Hunden starben

Insgesamt missbrauchte Adam Britton mindestens 42 Hunde – 39 von ihnen starben an den Folgen. Die Ermittler kamen Britton auf die Spur, weil er in Onlineforen unter Pseudonymen Aufnahmen des Hunde-Missbrauchs veröffentlicht hatte. Eines dieser Videos wurde einer Tierschutzorganisation zugespielt, die es der Polizei weiterleitete. Im April 2022 wurde Britton festgenommen, er sitzt seitdem in Untersuchungshaft. Am Montag legte er schließlich ein Geständnis ab, im Dezember dieses Jahres wird ihm das Urteil verkündet.

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