Stromausfall Kärnten: 18.000 Hühner qualvoll erstickt

Aufgrund eines fatalen technischen Fehlers in einem Hühnerzuchtbetrieb in Kärnten starben 18.000 Hühner.
Aufgrund eines fatalen technischen Fehlers in einem Hühnerzuchtbetrieb in Kärnten starben 18.000 Hühner.©iStock, Montage Heute
Letzte Woche kam es in einem Hühnerzuchtbetrieb in Kärnten zu einem Stromausfall, der den Tod von 18.000 Hühnern zur Folge hatte.

In der Kärntner Gemeinde Frantschach-St. Gertraud kam es letzte Woche zu einem tragischen Unfall. In einem landwirtschaftlichen Betrieb, einer Hühnerzucht, fiel unbemerkt der Strom aus was zur Folge hatte, dass 18.000 Hühner qualvoll ersticken mussten. Der Tierschutz Austria fordert deshalb verpflichtende Sicherheitsvorrichtungen für Nutztiere.

Segen und Fluch

„Dieser Fall zeigt, wie unzureichend die Sicherheitsvorschriften für Stallgebäude sind. So etwas passiert leider immer wieder. Es braucht eine Verpflichtung für Sicherheitsvorrichtungen, seien es Notaggregate, Alarmvorrichtungen oder gar Notausgängen in derartigen Zuchtbetrieben. Während Wohngebäude oder Betriebe Notausgänge haben müssen, ist das bei Stallungen nicht der Fall. Meist verfügen diese nur über einen Ein- und Ausgang. Falls es zu einem Brand kommen sollte, hat die Feuerwehr keine Möglichkeit, von hinten oder von der Seite das Feuer zu löschen,“ konstatiert MMag. Drin. Madeleine Petrovic Präsidentin des Wiener Tierschutzvereins.

"Vieles wird durch digitale Technologien leichter und effizienter, allerdings bringt die Digitalisierung auch Herausforderungen mit sich. Die zunehmende Abhängigkeit von der Technik macht die Produktion anfälliger für Ausfälle und erfordert deshalb besondere Notfall-Maßnahmen..."

Bayern macht es vor

In Bayern gibt es bereits Verpflichtungen für alle Halter von Nutztieren, ein Notstromaggregat bereitzustellen, wenn bei einem Stromausfall eine ausreichende Versorgung der Tiere mit Futter und Wasser nicht sichergestellt ist. Bei Ställen, in denen die Lüftung von einer elektrisch betriebenen Anlage abhängig ist, muss eine Ersatzvorrichtung vorhanden sein, die bei Stromausfall einen ausreichenden Luftaustausch gewährleistet. Zusätzlich ist eine Alarmanlage zur Meldung eines solchen Ausfalles vorgeschrieben. In Österreich gibt es nur Empfehlungen diesbezüglich.

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