Wildtiere

30 Jahre ohne Tageslicht – Gorilla allein im Höllen-Zoo

Mehr als 30 Jahre lebt ein Gorillamädchen namens "Bua Noi" alleine im "Höllen-Zoo" von Bangkok – ohne Tageslicht, ohne Gefährten, ohne Natur.

Christine Kaltenecker
Noch immer bezahlen Menschen Eintritt, um die Tiere des Horror-Zoos in Bangkok zu sehen.
Noch immer bezahlen Menschen Eintritt, um die Tiere des Horror-Zoos in Bangkok zu sehen.
Carola Frentzen / dpa / picturedesk.com

Das Gorilla-Mädchen "Bua Noi" lebt bereits seit mehr als 30 Jahren im Zoo auf einem Dach eines Einkaufszentrums im thailändischen Bangkok. Ohne Tageslicht, ohne Gefährten und ohne Natur. Selbst Pop-Ikone Cher setzte sich bereits für die Freilassung des "einzigen Gorillas" in Thailand ein - doch bisher ohne Erfolg.

    Das Gorilla-Mädchen "Bua Noi" lebt als einziger Gorilla bereits 30 Jahre im "Höllen Zoo" von Bangkok.
    Das Gorilla-Mädchen "Bua Noi" lebt als einziger Gorilla bereits 30 Jahre im "Höllen Zoo" von Bangkok.
    Carola Frentzen / dpa / picturedesk.com

    "Höllen-Zoo"

    Der sogenannte "Zoo der Hölle" wurde auf dem Dach eines Einkaufszentrums errichtet und beheimatet nicht nur den Single-Gorilla, sondern auch Orang-Utans und weitere Primaten, sowie Vögel und Reptilien. Alle zu furchtbaren Bedingungen zur Tagesunterhaltung der Thais, die die Wildtiere durch die Gitterstäbe füttern dürfen. Vor wenigen Tagen hieß es aus dem Umweltministerium, dass die Zooinhaber nun 800.00 Euro für die Freilassung von "Bua Noi" haben möchten. Diese Forderung wurde jedoch nur ein paar Stunden nach Ankündigung wieder dementiert.

    Von Seiten der Besitzer hieß es nun, dass "Bua Noi" mittlerweile doch viel zu alt für eine Umsiedelung sei und sie versprochen hätten, sich bis zum letzten Tag um das Gorilla-Mädchen zu kümmern. Der amtierende Umweltminister verstünde die Einwände des Zoos und bemerkte gegenüber den Medien, dass es ihr gutes Recht sei, den Gorilla zu behalten.

    Tierschützer kämpfen weiter

    Wie Besucher über die Haltungsbedingungen hinweg sehen können und den Zoo noch immer finanziell unterstützen, ist Tierschützern weltweit unbegreiflich. Primaten sind sensible und äußerst kluge Säugetiere, die alleine und ohne Abwechslung verkümmern und depressiv werden. Man werde weiter kämpfen, heißt es. Wir drücken dem "kleinen Lotus" (Übersetzung "Bua Noi") alle Daumen!!!