Wildtiere

Giraffenbaby in Schönbrunn musste eingeschläfert werden

Donnerstag war ein trauriger Tag im Tiergarten Schönbrunn. Das Kalb von Giraffenkuh "Sophie" musste ein paar Tage nach der Geburt eingeschläfert werden.

Christine Kaltenecker
Das neugeborene Giraffenkalb von "Sofie" musste erlöst werden.
Das neugeborene Giraffenkalb von "Sofie" musste erlöst werden.
(Symbolbild) Getty Images/iStockphoto

Am vergangenen Montag brachte Giraffenkuh "Sofie" im Tiergarten Schönbrunn ein Jungtier zur Welt. Der weibliche Nachwuchs bereitete aber schon kurz nach der Geburt Sorgen. "Wir haben in den ersten Stunden erkennen müssen, dass es sehr schwach ist. Es war ihm lange Zeit nicht möglich, sich aus eigener Kraft aufzurichten und bei der Mutter zu trinken", so Thomas Voracek, Leiter der Tierärztlichen Ordination Tiergarten Schönbrunn. Dennoch ließ das Tiergarten-Team nichts unversucht. "Trotz vollstem Einsatz des Pflegeteams und intensiver Behandlung von uns Tierärzten hatte das Jungtier letztendlich keine Chance und wir mussten es heute Vormittag erlösen.“

Lernen für die Zukunft

Für die 7-jährige Sofie war es die erste Geburt. „Die Geburt an sich verlief schnell und ohne Komplikationen. Sofie bekam die Möglichkeit, sich in Ruhe auf ihr Jungtier einzustimmen. Jetzt ist sie wieder bei der Gruppe und es geht ihr gut. Für die Herde war es eine wertvolle Erfahrung. Diese gemeinsamen Erlebnisse stärken nicht nur den Sozialverband, sondern lassen die Tiere für die Zukunft lernen“, erklärt die zuständige zoologische Abteilungsleiterin Eveline Dungl. Bei der Erstgebärenden muss sich die Nachgeburt nun noch komplett lösen – das kann einige Tage dauern.

Bereits Anfang des Jahres gab es im Tiergarten Schönbrunn eine Geburt bei den Giraffen. Jungtier "Amari" entwickelt sich weiterhin sehr gut. Der Giraffenpark bleibt für die Besucherinnen und Besucher weiterhin geöffnet.

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    Giraffen-Jungtier Amari wird am 23. Juli bereits ein halbes Jahr alt und hat sich in den vergangenen sechs Monaten prächtig entwickelt.
    Giraffen-Jungtier Amari wird am 23. Juli bereits ein halbes Jahr alt und hat sich in den vergangenen sechs Monaten prächtig entwickelt.
    ©Daniel Zupanc