Nanu, was bist denn du? – Tiere, die kaum wer kennt

Nanu? Was bist denn du?
Nanu? Was bist denn du?Nicholas Smythe / PhotoResearchers / picturedesk.com
Auf den ersten Blick sieht dieses Tier aus wie ein Maulwurf mit Ritterrüstung. Tatsächlich handelt es sich aber um das kleinste Gürteltier.

Es gibt Tiere da draußen, die auch du vielleicht noch nie gesehen hast. Deshalb wird "Heute" an dieser Stelle regelmäßig über das kleinste Gürteltier & Co. berichten. Freue dich auf eine Serie, der wohl unbekanntesten Tiere der Welt.

Über das kleinste Gürteltier der Welt weiß man tatsächlich recht wenig, da es meistens unterirdisch nur in Südamerika lebt und kaum beobachtet wird. Der "Gürtelmull" ist mit einer Körperlänge von maximal 18 Zentimetern auch nicht besonders groß und wird tatsächlich oft mit einem Maulwurf verwechselt. Der Vergleich mit einem "Maulwurf in Ritterrüstung" ist deshalb gar nicht mal so falsch.

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Was kannst du?

Die kleinen Augen sind an eine unterirdische Lebensweise gut angepasst und der Geruchssinn ist phänomenal, wie auch bei anderen Gürteltieren. Da die Ohren von außen durch die fehlende Ohrmuschel nicht sichtbar sind, geht man hier davon aus, dass auch das Gehör wohl nicht das Beste ist. Der tag- und nachtaktive Gürtelmull lebt als Einzelgänger und vertilgt hauptsächlich Insekten und Würmer, die er unter der Erde findet. Die Verbreitung des seltenen Erdenbewohners ist gänzlich unbekannt, weshalb er sogar in die Kategorie "unzureichende Datenlage" fällt.

Diese Zeichnung wurde um 1900 angefertig. Zum ersten Mal wurde der Gürtelmull in Aufzeichnung im Jahr 1825 erwähnt.
Diese Zeichnung wurde um 1900 angefertig. Zum ersten Mal wurde der Gürtelmull in Aufzeichnung im Jahr 1825 erwähnt.bilwissedition / akg-images / picturedesk.com

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Zucht klappt nicht

Um den Gürtelmull besser zu erforschen, startete man immer wieder Versuche, die Tiere in Gefangenschaft zu studieren. Das kleinste Gürteltier konnte bisher noch nie erfolgreich gezüchtet werden und überlebt in menschlicher Obhut meistens nur ein paar Monate. Die Biologen gehen hier von einem zu hohen Stressfaktor für ein Tier, das bereits seit 33 Millionen Jahren auf der Erde leben soll, aus. Auch die Fortpflanzung ist wenig erforscht, auch wenn man weiß, dass es bei den Gürtelmulls immer nur zu einem Jungtier kommt, dass maximal 15 Jahre alt werden wird.

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