Kitzbühel-Killer erschoss Opfer aus "kurzer Distanz"

Zwei Tage nach dem Fünffach-Mord in Kitzbühel hat die Polizei die Obduktionsergebnisse veröffentlicht. Der mutmaßliche Killer wird unterdessen in seiner Zelle schwer bewacht.
"Es sind nicht fünf Menschen gestorben, sondern sechs. Unser Sohn ist auch gestorben", erklärt die Mutter des mutmaßlichen Fünffachmörders gegenüber der "Bild" (Bezahlartikel).

Dabei lässt sie aber offen, ob sie meint, dass ihr Sohn ebenfalls ein Opfer sei, oder er für die Familie gestorben ist. Allerdings gab sie auch zu verstehen, dass es ihrer Familie nicht gut gehe.

"Es geht uns allen sehr schlecht, auch meinem Sohn", erklärt sie gegenüber "RTL". Auch die Mutter hat keine Antwort auf das mögliche Motiv ihres Sohnes - "Heute.at" berichtete.

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Über E. wurde am Montag die Untersuchungshaft verhängt. Die Verhängung der U-Haft war aber keine große Überraschung. Besteht nämlich der Verdacht, dass jemand ein Verbrechen begangen hat, das mit mindestens zehnjähriger Freiheitsstrafe bedroht ist, muss grundsätzlich immer die Untersuchungshaft verhängt werden.

Rund um die Uhr überwacht

In zwei Wochen bekommt der Mitarbeiter einer Baufirma dann eine Haftprüfung. In der Zwischenzeit wird E. in seiner Zelle in der Justizanstalt Innsbruck rund um die Uhr von Kameras überwacht. Eine Vorsichtsmaßnahme, um einen etwaigen Suizidversuch rechtzeitig verhindern zu können.



Mittlerweile liegen auch die Obduktionsergebnisse vor, die Polizei hat diese am Dienstag veröffentlicht. Demnach seien alle fünf Opfer aus "sehr kurzer" Distanz erschossen worden. Das mitgeführte Messer sowie ein Baseball-Schläger wurden dafür "nicht verwendet".

Wie viele Schüsse der mutmaßliche Täter genau auf seine Ex-Freundin, ihre Familie sowie ihren neuen Freund abfeuerte, gibt die Polizei aus "taktischen und aus Pietätsgründen" nicht bekannt - "Heute.at" berichtete.

Motiv unklar

Der 25-Jährige wurde bereits mehrere Stunden von den Ermittlern einvernommen, zum möglichen Motiv äußerte sich E. allerdings noch nicht. Die genauen Hintergründe zu klären, ist nun Aufgabe der Polizei, deren Ermittlungen auf Hochtouren laufen.



In der Nacht auf Sonntag soll E. seine Ex-Freundin Nadine, ihren neuen Freund Florian, ihren Bruder und ihre Eltern in Kitzbühel ermordet haben. Auslöser dürfte Eifersucht gewesen sein. Die beiden waren fünf Jahre lang ein Paar und wollten laut Aussage der Mutter nächstes Jahr heiraten.

Der Beschuldigte kam Sonntagmorgen gegen 6 Uhr in die Kitzbüheler Polizeistation, legte ein Messer und eine Pistole auf den Tisch und erklärte den Beamten: "Ich habe soeben fünf Personen getötet." Als die Polizei am Tatort Nachschau hielt, fand sie fünf Leichen vor.



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