Tochter (20) kämpft um das Leben verunglückter Mutter

Andrea Golda (52) vor und nach ihrem Unfall
Andrea Golda (52) vor und nach ihrem Unfallprivat / Familie Golda
Eine Linzerin stürzte im Tschechien-Urlaub aus einem Fenster und entkam dem Tod um Haaresbreite. Bis heute kämpft sie um ein normales Leben. 

Nach einem verheerenden Sturz aus einem Fenster ist das Leben der 52-jährigen Andrea Golda so wie sie es kannte vorbei. Über ein Jahr später kämpft ihre Familie noch immer mit den Folgen des Unfalls. Tochter Laura (20) war im Gespräch mit "Heute".

Die ehemalige Pädagogin war auf Urlaub in Tschechien, als sie nachts aufstand um kurz etwas frische Luft zu schnappen. Das tief gelegene Biedermeier-Fenster ihres Hotels wurde ihr dabei zum Verhängnis. Ihre Ärzte vermuten, dass die Linzerin wegen eines Schwindelanfalls stürzte - selbst hat sie keine Erinnerung an den Vorfall. Passanten entdeckten die Frau, nachdem sie aus sieben Metern Höhe gefallen war und alarmierten die Rettung. Ihre Verletzungen waren so schwerwiegend, dass sie mehrere Tage in einen künstlichen Tiefschlaf versetzt werden musste. Die 52-Jährige zog sich mehrere Knochenbrüche und gravierende Verletzungen an verschiedenen Organen zu. Wegen Einblutungen im Gehirn musste sogar ein Teil ihres Schädelknochens entfernt werden. 

Nachdem sich ihr Zustand stabilisierte, durfte die Linzerin zurück nach Österreich. Die Folgen ihres Unfalls waren aber so schwer, dass sie nun 24 Stunden am Tag betreut werden musste. Diese Aufgabe übernahm ihre 74-jährige Mutter. So gravierend ihre Verletzungen waren, ihre geistige Gesundheit ist nicht beeinträchtigt. Sie erlebt alle Schicksalsschläge bei vollem Bewusstsein mit. 

"Es wurde noch so viel schlimmer"

Als die ehemalige Pädagogin ein halbes Jahr später noch einmal operiert wurde, verschlimmerte sich ihr Zustand undenkbar. Nach einem Schädelknochen-Transplantat verspürte die 52-Jährige plötzlich kontinuierliche, an einen Tinnitus gebundene Schmerzen. "Andrea beschreibt die Schmerzen wie elektrische Stromschläge, die alle paar Sekunden durch den Kopf schießen. Je länger der Tag dauert, desto schmerzhafter wird auch ihr Tinnitus. Nachts breiten sich die elektrischen Ladungen auch in den Rest ihres Körpers aus", beschreibt die Tochter der Betroffenen im Gespräch mit "Heute". 

Ihre Familie ist verzweifelt. Bisher versuchten sie mit allen Mitteln der Schulmedizin, Andrea zu helfen. Keiner der rund 50 Fachärzte in Österreich und Deutschland, die sie bis jetzt konsultierten, konnte der Volksschullehrerin Erleichterung verschaffen. "Sie kämpft jeden Tag. Jede Kleinigkeit kostet ihr unendlich viel Energie, aber ihr Lebenswille ist unerschütterlich", erzählt Tochter Laura. 

"Wir brauchen Ihre Unterstützung!"

Ihre letzte Hoffnung ist jetzt, eine experimentelle Behandlung an einer Universitätsklinik oder einer anderen Forschungseinrichtung zu finden. Da Laura denkt, dass die Chancen dafür in den Vereinigten Staaten besser stehen, hat sie jetzt eine Spendenaktion gestartet. "Meine Mama wünscht sich einfach nur ein normales Leben zurück. Ich setze alles daran, ihr das zu ermöglichen. Wir geben nicht auf." 

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