Nach dem tödlichen O-Bus-Crash in Salzburg-Itzling verdichten sich die Hinweise zur Identität des Opfers. Laut "Heute"-Informationen soll es sich um einen Kunden handeln, der sich zum Zeitpunkt des Unglücks im Supermarkt aufgehalten haben dürfte.
Der Bus dürfte laut aktuellen Angaben der Polizei nach einem medizinischen Notfall des Lenkers von der Fahrbahn abgekommen sein. Er überfuhr einen Gehsteig und krachte frontal durch die Glasfassade in den Markt.
Ein 55-jähriger Salzburger wurde dabei so schwer verletzt, dass er noch an der Unfallstelle starb. Er soll sich im Bereich des Eingangs oder der Kassen befunden haben, als der Bus in das Gebäude raste.
Mehrere weitere Personen, die sich im Geschäft aufgehalten haben sollen, wurden verletzt. Insgesamt mussten rund 25 bis 30 Betroffene versorgt oder betreut werden, viele davon standen unter Schock.
Der Lenker des O-Bus soll laut den Salzburger Landeskliniken (SALK) nach dem Unfall notoperiert worden sein. Er dürfte in der Christian-Doppler-Klinik neurochirurgisch behandelt worden sein und liegt aktuell auf der Intensivstation. Hinweise sprechen dafür, dass ein neurologisches Problem eine Rolle gespielt haben könnte.
Die Polizei geht derzeit ebenfalls davon aus, dass ein gesundheitliches Problem des Fahrers den Unfall ausgelöst haben dürfte. Die Ermittlungen dazu laufen.
Die Staatsanwaltschaft ordnete eine Obduktion des Verstorbenen sowie die Beiziehung eines Sachverständigen an. Dieser soll den genauen Unfallhergang klären.
Am Bus und am Gebäude entstand erheblicher Schaden. Die Bergung des Fahrzeugs sowie die Aufräumarbeiten dauerten zuletzt noch an. Statiker prüfen zudem die Stabilität der Filiale. Was als schneller Einkauf begann, endete für einen Mann tödlich - und für viele andere in einem Moment des Schreckens.