Todes-Crash: WM-Star zahlte Blutgeld an Familie

Marokko-Kicker Amine Harit tötete einen Fußgänger bei einem illegalen Autorennen. Vor Gericht gab es eine milde Strafe, dafür zahlte er Blutgeld.
Es war ein Unfall mit schlimmen Folgen: Nach Marokkos aus bei der WM reiste Amine Harit in seine Heimat. Dort überfuhr er in der Nach vom 29. auf den 30. Juni einen Fußgänger, der noch an der Unfallstelle starb. Der Schalke-Kicker wurde wegen fahrlässiger Tötung angezeigt. Vor Gericht kam er mit einer milden Strafe davon, doch das ist für ihn nicht die einzige Konsequenz.

Mildes Urteil



Vier Monate bedingte Haft, dazu ein Bußgeld von 780 Euro – das ist das Urteil, das Harit vor Gericht ausfasste. Zwar wurde festgestellt, dass er mit mehr als den erlaubten 50 km/h unterwegs war, doch es wurde eine beidseitige Schuld festgehalten. Vorwürfe, dass Alkohol im Spiel gewesen sei, erhärteten sich offenbar nicht. Auch den Führerschein darf Harit behalten.

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Der 21-Jährige fehlt Schalke in der Vorbereitung in Mittersill gerade wegen eines Muskelfaserriss. Zu den Vorwürfen schweigt er. Der Cousin des Opfers aber verrät der "Bild", dass Harit zu seiner Strafe vor Gericht noch zusätzlich büßen muss: "Es gibt eine Absprache über das Blutgeld. Das müssen sie laut islamischer Scharia machen." Demnach soll Harit mehr als 10.000 Euro an die Familie des Opfers gezahlt haben. Böses Blut soll es zwischen den Familien nicht geben. "Die Familie ist sicher, dass er ihren Sohn nicht mit Absicht getötet hat. Sie glaubt an Schicksal." (heute.at)

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