Gegen 11.45 Uhr war der junge Mann gemeinsam mit zwei Freunden im freien Skiraum des Variantenbereichs "Maienplatt" unterwegs, um zu freeriden. Alle drei Wintersportler waren mit der erforderlichen Notfallausrüstung ausgestattet.
Der 18-Jährige fuhr als Letzter talwärts. Ersten Erkenntnissen zufolge kam er in einem Rinnenbereich im frischen Pulverschnee kopfvoran zu Sturz. Dabei blieb er kopfüber im Tiefschnee stecken und konnte sich nicht mehr selbstständig befreien.
Sein vorausfahrender Freund hatte den Sturz nicht bemerkt. Erst nach einigen hundert Metern hielt er an, um auf den 18-Jährigen zu warten. Da dieser nicht nachkam und kein Sichtkontakt bestand, versuchte er mehrmals, ihn telefonisch zu erreichen. Schließlich nahm er das LVS-Gerät zur Hand.
Ein zufällig vorbeikommender Skiguide wurde auf die Situation aufmerksam. Gemeinsam verständigten sie durch Zurufe einen weiteren Skiguide, einen 27-jährigen Österreicher, der sich etwas oberhalb im betreffenden Bereich befand. Dieser konnte den 18-Jährigen lokalisieren und begann sofort, ihn mit den Händen auszugraben.
Währenddessen setzte die Begleiterin des 27-Jährigen den Notruf ab, ein weiterer Skiguide stieg ebenfalls zur Unfallstelle auf. Gemeinsam gelang es ihnen schließlich, den jungen Mann zu befreien.
Trotz widrigster Bedingungen führte die Crew des Notarzthubschraubers "Gallus 3" eine Crashbergung mittels Tau durch. Der 18-Jährige wurde anschließend mit dem Rettungswagen ins Krankenhaus nach Zams gebracht. Dort erlag er jedoch seinen Verletzungen.