Toni Faber zum Segnungsverbot: "Nicht mit mir!"

Toni Faber
Toni Faberpicturedesk.com
Der Wiener Dompfarrer Toni Faber kritisiert den Vatikan scharf. Vor kurzem wurde verkündet, dass homosexuelle Paare nicht gesegnet werden dürfen.

Der Vatikan hat vor wenigen Wochen in einer Stellungnahme verkündet, dass katholische Priester keine homosexuellen Paare segnen dürften, "Heute" berichtete. Zahlreiche Pfarren in Österreich hatten dagegen protestiert. Nun meldet sich auch der Wiener Dompfarrer Toni Faber zu Wort.

"Vielleicht wurde es Papst Franziskus untergejubelt"

In einem Interview mit dem Nachrichtenmagazin "profil" übt er heftige Kritik an der Vatikanischen Glaubenskongregation. "Wenn ich den Auftrag hätte, mit zwei Textseiten den größtmöglichen Schaden für die Kirche auszulösen, dann würde ich genauso einen Brief schreiben, wie ihn die Glaubenskongregation jetzt verfasst hat. Es ist geradezu verrückt, dass man sich mit so einem Thema vor Ostern ins Gerede bringt. Wie dieses Schreiben die päpstliche Approbation erlangen konnte, weiß ich nicht. Vielleicht wurde es Papst Franziskus schlicht untergejubelt", meint Faber.

Er selbst werde gleichgeschlechtlich liebenden Paaren seinen Segen nicht verweigern: "Wenn Mutter Kirche von mir verlangt, dass ich alle nach Hause schicke, die homosexuell lieben, dann muss ich sagen: Nicht mit mir."

CommentCreated with Sketch. Jetzt kommentieren Arrow-RightCreated with Sketch.
Nav-Account red Time| Akt:
Katholische KircheVatikanHomosexualität

ThemaCreated with Sketch.Weiterlesen