Tornado bei Balkan-Insel sorgt für Angst und Schrecken

Auf Lošinj sorgte am Mittwoch eine Wasserhose für Wirbel.
Auf Lošinj sorgte am Mittwoch eine Wasserhose für Wirbel.Screenshot
Auf der kroatischen Insel Lošinj kam es am Mittwoch zu einem heftigen Naturschauspiel. Ein Tornado erhob sich über dem Meer und wütete um sich.

Letzte Woche zogen verheerende Unwetter und monsunartige Regen in weiten Teilen Kroatiens ganze Spuren der Verwüstung – "Heute" berichtete. Der bevorstehe Wintereinbruch bereitet am Balkan immer mehr Bewohnern Kopfschmerzen. Mittlerweile wüten sogar Tornados am Mittelmeer. "Heute" sprach mit UBIMET-Experten Konstantin Brandes über die Gefahren solcher Naturgewalten.

Windgeschwindigkeiten von bis zu 300 km/h

Schon am Dienstag kam es zu Hagel-Gewittern im Norden Kroatiens. Und auch am Mittwoch wüteten Stürme durch das Balkan-Land. Vor der Adria-Insel Lošinj kam es gegen 12.00 Uhr zu spektakulären Aufnahmen einer sogenannten "Wasserhose". Aufgenommen wurde das Phänomen am Mittwoch Vormittag zwischen den kroatischen Inseln Pag und Lošinj. Zu dieser Jahreszeit kommt es im Mittelmeerraum bei einer entsprechenden Wetterlage recht häufig zu solchen Stürmen.

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Wasserhosen können auf das Land treffen

UBIMET-Experte Konstantin Brandes erklärt im Gespräch mit "Heute": "Eine Wasserhose ist nichts anderes als ein Tornado über dem Wasser. Dabei wird durch die enormen Windgeschwindigkeiten von 200 bis 300 km/h Wasser aufgewirbelt und teilweise auch hochgesogen."

Wasserhosen sehen zwar gefährlich aus, lebensbedrohlich sind sie für Mensch und Tier jedoch kaum. Trotzdem ist bei solchen Wasser-Tornados Vorsicht das Gebot der Stunde: "In der Regel sind Wasserhosen schwächer als Tornados an Land. Besonders für Boote können Wasserhosen brenzlig werden, in manchen Fällen ziehen Wasserhosen auch an Land und sorgen direkt an der Küste für Schäden. Mit Auftreffen auf Land schwächen sie sich aber rasch wieder ab".

Wasser-Tornado als Kombination mehrerer Faktoren

Meteorologe Konstantin Brandes klärt im "Heute"-Talk auf: "Für die Entstehung von Wasserhosen braucht es eine große, warme Wasserfläche, welche in Zusammenspiel mit einer relativ kalten Luftmasse für eine labile Schichtung der bodennahen Luft sorgt. Weiters sind zusammenströmende Winde günstig, welche für Verwirbelungen sorgen. An der Unterseite von Schauer- oder Gewitterwolken kann es dann zu Wasserhosen kommen, welche oftmals auch paarweise auftreten."

Ob sich dieses Naturereignis bald wiederholt? Gut möglich. Von Donnerstag bis zum Ende der Woche werden kräftige Schauer mit Temperaturen zwischen 9 und 21 Grad erwartet.

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