Drei Gewitterzellen fusioniert

Tornado wütet in Österreich und reißt Dächer weg

Nur wenige Minuten dauerte ein extremer Sturm in Eferding. Ein Tornado riss dabei Hausdächer weg und verteilte Trümmer in der Nachbarschaft.
Newsdesk Heute
18.08.2026, 18:49
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Heftige Unwetter zogen am Montagabend über Oberösterreich. Während die meisten Regionen glimpflich davonkamen, traf es Eferding besonders stark. Dort soll, wovon auch die GeoSphere Austria mit hoher Wahrscheinlichkeit ausgeht, ein Tornado durch eine Wohnsiedlung gezogen sein. Der heftige Sturm dauerte nach Angaben von Anrainern gegenüber dem ORF lediglich zwei bis drei Minuten. Dann war die extreme Windbelastung vorbei, die Schäden dafür enorm.

"Das muss wirklich sehr punktuell gewesen sein – also eine Windhose, die hier drübergezogen ist", wird ein Anwohner. Ein weiterer Eferdinger berichtete von einem außergewöhnlich schnellen Wetterumschwung: "Solche Stürme hat es bei uns noch nie gegeben. Innerhalb kürzester Zeit ist das Dach des Nachbarn weggerissen worden." Die Teile des Daches wurden anschließend in der Nachbarschaft verteilt.

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Drei Gewitterzellen vereinigten sich

Nach Einschätzung der GeoSphere Austria dürften gleich drei Gewitterzellen von Westen nach Oberösterreich gezogen sein, wie es beim ORF heißt. Über Eferding trafen die Gewitterzellen aufeinander und sorgten dort für besonders heftige Wetterbedingungen. "Genau in diesem Bereich sind sie dann besonders heftig aufgetreten", erklärte Josef Haslhofer, Wetterexperte der GeoSphere Austria.

Für die Meteorologen spricht das sehr plötzliche und örtlich begrenzte Auftreten der extremen Windböen für einen Tornado. Haslhofer erklärt: "Man spricht von einem Tornado, wenn lokal sehr starker Wind auftritt, der große Schäden in einem sehr eng begrenzten Bereich verursacht." Dieses Muster sei in Eferding zu beobachten gewesen. Während die Auswirkungen in der betroffenen Wohnsiedlung deutlich waren, kamen andere Regionen glimpflicher davon.

Tornados in Österreich sind sehr selten

Tornados sind in Österreich kein häufiges Wetterphänomen. Laut Haslhofer treten sie hierzulande nur selten auf, "höchstens alle paar Jahre". Wie stark die Auswirkungen ausfallen können, hängt vom jeweiligen Tornado ab. Im schlimmsten Fall können solche Wirbel schwere Schäden an Gebäuden verursachen und sogar Fahrzeuge von Straßen bewegen. Für Eferding fiel die Bilanz am Montagabend deutlich weniger dramatisch aus.

{title && {title} } red, {title && {title} } Akt. 19.08.2026, 09:33, 18.08.2026, 18:49