Mehrfach erbrochen

Tortur bei US Open – jetzt spricht Superstar Djokovic

Novak Djokovic verliert erstmals in der ersten Runde der US Open und muss dabei für alle deutlich sichtbar leiden. Jetzt spricht er.
Sport Heute
31.08.2026, 12:47
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Novak Djokovic war völlig fertig. Der einst so unerschütterliche Grand-Slam-Rekordchampion übergab sich, er kämpfte auf dem Platz mit den Tränen und formte zum Abschied traurig ein Herz in Richtung des New Yorker Publikums.

Seine erste Erstrundenniederlage bei den US Open und das gleichzeitig früheste Aus des 39-Jährigen bei einem Grand-Slam-Turnier seit 20 Jahren hatte Anzeichen eines Abschieds. "Ich habe jeden Moment auf dem Court gehasst", sagte Djokovic und erschien später bei der Pressekonferenz ratlos und schwer getroffen. Er kriegt seine körperlichen Probleme nicht in den Griff.

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"Damit hatte ich leider in diesem Jahr so ziemlich bei jedem Match zu kämpfen", fügte der schwer niedergeschlagene Serbe an nach der Tortur, die mit einer 6:7 (5:7), 7:5, 6:4, 2:6, 1:6-Niederlage gegen den argentinischen Außenseiter Mariano Navone endete: "Erbrechen, Übelkeit – ein echtes Problem. Dann fängt mein ganzer Körper an zusammenzubrechen mit Krämpfen und Schmerzen."

Djokovic, der in New York eigentlich auf die Jagd nach dem historischen 25. Majortriumph seiner Karriere gehen wollte, sah sich stattdessen erneut vorsichtigen Fragen nach dem Ende seiner ruhmreichen Karriere ausgesetzt. Er blockte noch ab. "Ich möchte nicht so sehr in die Tiefe gehen", sagte der Ausnahmekönner zu den Lehren der schwierigen letzten Monate. Er versuche aktuell einfach nur, seine Situation zu verstehen und zu verbessern.

Der Schock gegen Navone beendete seine historische Serie von 78 aufeinanderfolgenden Siegen in der ersten Runde von Grand-Slam-Turnieren. "Natürlich bin ich sehr stolz auf all die Erfolge in der Vergangenheit, aber jetzt ist jetzt", sagte Djokovic: "Ich bin gerade erst vom Platz gekommen und versuche immer noch, meinen Körper in Schach zu halten."

Der Körper war im Verlaufe seiner Karriere neben seinem unbändigen Willen sein großes Kapital. Djokovic war die personifizierte Resilienz, er befreite sich immer wieder sensationell aus schwierigen Situationen. Er schwang sich auf zum erfolgreichsten Spieler der Geschichte vor Rafael Nadal und Roger Federer, die 22 bzw. 20 Majortitel gewonnen haben, oft in der Gunst des Publikums aber vorne lagen.

Am Sonntagabend spürte Djokovic aber die große Unterstützung im Arthur Ashe Stadium, was ihn bis in den fünften Satz trotz aller Probleme noch hoffen ließ. "Die Zuneigung und Wertschätzung, die sie mir am Ende entgegengebracht haben, haben mich wirklich tief berührt", sagte Djokovic, der viermal in der US-Metropole triumphieren konnte.

Ob er im kommenden Jahr erneut anreist, erscheint aktuell fraglich.

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