Wetter-Chaos im Westen Europas! Frankreich ist zurzeit mit einer gewaltigen Menge Schnee konfrontiert. Auch in der Hauptstadt Paris (12 Millionen Einwohner in der Metropolregion) ist mit großen Einschränkungen im Öffi-Verkehr zu rechnen. Wie die RATP (öffentliche Verkehrsbetriebe von Paris und Umgebung) über ihre Webseite informiert, sollen Busse frühestens wieder am Nachmittag fahren.
Laut der Webseite Sytadin.fr kam es in der Île-de-France (Ballungsgebiet von Paris) zu einem Stau in der Länge von 950 Kilometern, inzwischen zeichnet sich jedoch eine langsame Entspannung ab. Die Bahngesellschaft SNCF warnt Reisende weiterhin vor Zugausfällen. Verkehrsminister Philippe Tabarot appellierte, unnötige Reisen zu vermeiden.
Auch Leserreporter aus dem Westen Frankreichs berichten von der aktuellen Lage. So zeigt der Schnee auch in der Stadt Nantes seine Auswirkungen. "Grundsätzlich freuen wir uns eigentlich, da Schnee bei uns sehr selten ist. Ich erinnere mich an das letzte Mal vor zehn Jahren", berichtet "Heute"-Leserin Pia* (Name von der Redaktion geändert).
In einem Vorort beobachtete sie eine ungewöhnliche Szene: Statt eines Schneepflugs machte ein Traktor die Straßen frei. "Wir sind eben nicht so ausgestattet wie in den Bergen, also mussten wir kreativ werden", kommentierte Pia lachend.
Aufgrund der massiven Verkehrseinschränkungen hoffen viele Bewohner inzwischen auf eine rasche Schneeschmelze. Ein Pensionist erklärte im "Heute"-Talk, dass er wegen der Straßenverhältnisse seine Operation verschieben musste. Das Gebiet sei zu hügelig gewesen, ein Krankentransport am Mittwoch in der Früh schlichtweg nicht möglich. Nun muss er bis 21. Jänner auf den nächsten Termin warten.
Derzeit gilt nach wie vor die Warnstufe Orange für mehrere Regionen des Landes, wann sich die Lage entspannt ist noch unklar. "Keiner weiß, wie es weitergeht – Nantes ist meiner Meinung nach einfach nicht für so ein Wetter gemacht", so eine "Heute"-Leserin.