Ermittlern muss sich am Donnerstagabend in der schmucken Dachgeschoßwohnung der schillernden deutschen Boxpromoterin Etchika P. (70) ein schreckliches Bild geboten haben.
Die 70-jährige Ikone der Trans-Community lag leblos in einer Blutlache, ihr Körper war mit Stichen übersät. Auch Tage später ist die Betroffenheit riesig, wie ein Lokalaugenschein in dem gediegenen Wohnhaus beim Wiener Naschmarkt zeigt. "So etwas Nettes, reizendes wie sie habe ich selten erlebt – ich bin wirklich sprachlos", meinte eine Nachbarin von den Ereignissen völlig niedergeschmettert gegenüber "Heute".
Aufgrund ihres auffälligen Aussehens und der extrovertierten Lebensweise war die in der DDR geborene Deutsche bei den Bewohnern des schneeweißen Gründerzeithauses mit der verspielten Fassade bestens bekannt.
Du oder jemand, den du kennst, benötigt Hilfe in Bezug auf psychische, körperliche oder sexuelle Gewalt?
Hier findest du sie:
Frauenhelpline (rund um die Uhr, kostenlos): 0800 222 555
Männernotruf (rund um die Uhr, kostenlos): 0800 246 247
Rat auf Draht: 147
Autonome Frauenhäuser: 01/ 544 08 20
Gewaltschutzzentren: +43 1 585 32 88
Weisser Ring: 0800 112 112
TelefonSeelsorge – Notruf 142 (täglich 0-24 Uhr)
Wenn auch du unter Depressionen oder an psychischen Herausforderungen leidest, dann findest du hier Hilfe:
TelefonSeelsorge – Notruf 142 (täglich 0-24 Uhr)
Kriseninterventionszentrum: 01/4069595
Und: Mordermittler der Kripo sind bereits einem Verdächtigen auf der Spur. Es soll sich um ihren deutlich jüngeren Untermieter handeln, mit dem das Opfer auch in einer Partnerschaft gelebt haben soll. Der Mitte 20-jährige Mann mit Vollbart ergriff wohl kurz nach der Bluttat die Flucht. Zeugen wollen ihn mit einem Koffer in Richtung U-Bahnstation eilen gesehen haben – mehr dazu hier.
Beim Verdächtigen, dem die Flucht mit den Öffis nicht ohne Videobeweis gelungen sein dürfte, soll es sich um einen Boxer bzw. MMA-Kämpfer aus Tschetschenien handeln. Er erfuhr von der Managerin und Promoterin in den letzten Monaten wohl nicht nur in sportlicher und bürokratischer Weise Zuwendung.
Auf TikTok gab die schillernde Transfrau zuletzt intime Einblicke in ihre schwierige Liebesbeziehung preis, ohne jedoch den muskelbepackten "Mitbewohner", der bei den Hausbewohnern bekannt war, beim Namen zu nennen.
"Ich habe eine schwierige Situation zu bewältigen, die meinen Lebenspartner betrifft. Ich hoffe, dass sich die Situation so auflöst, dass wir beide zufrieden sind", meinte P. in einem Video noch hoffnungsvoll, betonte: "Denn unsere Liebe ist wunderbar. Sie trägt uns." Dennoch musste sie ein gut behütetes Geheimnis bleiben.
Nur Tage vor ihrem Tod gab die 70-Jährige ihren Rückzug aus dem Rampenlicht bekannt, informierte ihre Social-Media-Follower schwermütig über den Grund: "Ich bin mit einem Mann zusammen, dessen Leben ich schützen muss." Leider zu spät ist nun klar: Schutz hätte stattdessen SIE gebraucht…
Ihr Schützling und (Ex-)Partner gilt indes als dringend mordverdächtig. Mittlerweile wird auch über die Landesgrenzen von Österreich hinaus auf Hochdruck nach dem jungen Tschetschenen gefahndet – wohl bis irgendwann die Handschellen klicken. Es gilt die Unschuldsvermutung.