"Der Wagen ist ganz neu. Ich bin ihn noch nicht gewohnt" – mit dieser etwas lahmen Ausrede versuchte ein (viel zu) flotter Ferrari-Fahrer am Samstag um 23.30 Uhr seine fahrlässige Fahrweise gegenüber der Polizei zu rechtfertigen.
Der türkische Staatsbürger (47) war mit seinem Ferrari SF90 Stradale – der Nachfolger des legendären Ferrari Testarossa schöpft gemütliche 1.000 PS aus 4 Litern Hubraum und drei Elektromotoren, ist bei 340 km/h abgeriegelt und kostet neu ohne Extras wohlfeile 435.000 Euro – über den Franz-Josefs-Kai gebolzt.
Sein Pech: Beamte des Stadtpolizeikommandos Innere Stadt führten zu dem Zeitpunkt Geschwindigkeitsmessungen in diesem Bereich durch. Und der finanziell äußerst potente Bleifuß geriet mitten hinein. Die Laserpistole zeigte sportliche 114 km/h, erlaubt sind hier in der City freilich nur 50. Auch die beim Alkomat-Test angezeigten 0,7 Promille kamen bei den Beamten nicht sehr gut an.
Noch vor Ort wurde dem stolzen Supersportler-Besitzer der Führerschein abgenommen, er kassierte mehrere Anzeigen. Weiters wurde der erst kürzlich erworbene Ferrari vorläufig beschlagnahmt.