Tote Tiere in Tiefkühltruhe von Jäger wurden vergiftet

Ein vergifteter Rotmilan.
Ein vergifteter Rotmilan.Bild: BirdLife Österreich
Im August fand die Polizei bei einem Jäger (69) aus dem Bezirk Waidhofen/Thaya eingefrorene Tiere. Jetzt ist bewiesen, dass diese mit Carbofuran getötet wurden.
Wie berichtet durchsuchte die Polizei nach Hinweisen im August das Haus eines 69-jährigen Jägers aus dem Bezirk Waidhofen an der Thaya, weil der Verdacht bestand, dass er mit dem Tod zahlreicher geschützter Greifvögel im Waldviertel in Verbindung stehen könnte. Über einen längeren Zeitraum wurden dort immer wieder mit Nervengift getötete Vögel gefunden – "Heute" berichtete mehrmals.

Die Polizei fand damals in einer Kühltruhe mehrere Tierkadaver, etwa einen Uhu, aber auch Füchse und Mader. Der Jäger gab an, diese für das Training von Jagdhunden zu benötigen. Doch es wurden auch zwei Dosen mit der hochtoxischen Substanz Carbofuran bei ihm gefunden. Die toten Tiere wurden anschließend von der VetMed-Universität in Wien untersucht und wie der "Kurier" berichtet, ist nun das Ergebnis da: Im Uhu und dem Marder wurde Carbofuran festgestellt.

Das verbotene Gift hatte auch zum qualvollen Tod der vielen Greifvögel in der Region geführt. Die Staatsanwaltschaft Krems entscheidet nun über das weitere Vorgehen. Dem 69-Jährigen drohen bis zu zwei Jahre Haft. Außerdem wird der Entzug der Jagdkarte des Mannes geprüft. Motiv des Jägers könnte gewesen sein, Niederwild wie Hasen und Fasane vor den Greifvögeln zu schützen.

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