Ganz Oberösterreich ist noch geschockt von der brutalen Bluttat in Linz, bei der ein 26-Jähriger sein Leben verlor. Jetzt hat die Polizei bekannt gegeben: Schon Stunden davor hat es einen weiteren gefährlichen Zwischenfall mit einem Messer gegeben.
In der Nacht von Freitag auf Samstag gegen 0.15 Uhr fuhr ein 20-Jähriger aus dem Bezirk Gmunden mit seinem Auto durch die Stadt. Am Rathausplatz wurde er von zwei jungen Männern angepöbelt – es handelte sich um einen 21-Jährigen und einen 16-Jährigen. Die beiden zeigten ihm laut Polizei den Mittelfinger.
Der Lenker hielt an, öffnete das Fenster und stellte die Burschen zur Rede. Die Situation kippte sofort: Der 16-Jährige schlug ihm ins Gesicht. Sein Komplize zückte ein Messer, hielt es ins Auto und forderte Bargeld, Handy und E-Zigaretten.
Der 20-Jährige reagierte geistesgegenwärtig: Er reichte seine E-Zigarette hinaus. In diesem Moment zog der Angreifer das Messer ein Stück zurück – genug, damit der Lenker Gas geben und flüchten konnte.
Mehrere Streifen fahndeten sofort nach den Tätern. Kurz darauf wurden die beiden im Stadtgebiet entdeckt. Als sie die Polizei sahen, liefen sie davon – nach einer kurzen Verfolgung klickten die Handschellen. Das Messer wurde sichergestellt, gegen beide wurde ein vorläufiges Waffenverbot ausgesprochen. Der 20-Jährige kam mit leichten Verletzungen davon.
Beide Verdächtigen zeigten sich bei Einvernahmen teilweise geständig. Auf Anordnung der Staatsanwaltschaft Wels wurden sie in die Justizanstalt eingeliefert – mittlerweile saßen sie in U-Haft. Öffentlich gemacht wurde der Vorfall erst am Dienstag.
Am späten Samstagnachmittag, also wenige Stunden später, kam es dann wie ausführlich berichtet in Linz zur tragischen Attacke: Ein 34-Jähriger soll zwei Männer attackiert haben, ein 26-Jähriger starb nach einem wuchtigen Stich in die Brust. Der Verdächtige saß ebenfalls in U-Haft.