Männer vor Gericht

"Unnötige Qualen" durch illegale Schächtungen in OÖ

In Eggelsberg sollen Tiere ohne Genehmigung geschächtet worden sein. Drei Beschuldigte müssen jetzt vor Gericht.
Oberösterreich Heute
17.03.2026, 19:22
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Schwere Vorwürfe gibt es gegen eine Fleischerei aus dem Innviertel. Die Staatsanwaltschaft Ried hat nach Ermittlungen in einem Metzgereibetrieb in Eggelsberg Strafantrag eingebracht. Im Fokus: drei Beschuldigte, mutmaßlich verantwortlich für brutale, illegale Schlachtungen.

In der Aussendung heißt es: "Den Angeklagten wird zur Last gelegt - teils als unmittelbare Täter, teils als Bestimmungstäter - unzähligen Schafen und Rindern unnötige Qualen zugefügt und andere Personen zu solchen Taten bestimmt zu haben."

Der Vorwurf wiegt schwer. Die Tiere sollen "nicht artgerecht, ohne behördliche Bewilligung und ohne Anwesenheit eines Tierarztes" geschlachtet worden sein. Auch grundlegende Standards dürften missachtet worden sein.

Tiere nicht in richtiger Position

Laut Staatsanwaltschaft Ried war "mangels Vorhandensein der notwendigen Einrichtungen auch nicht gewährleistet", dass die Tiere rasch in die richtige Position gebracht werden konnten.

Doch damit nicht genug. Zwei der Beschuldigten sollen auch Fleisch verkauft haben, ohne die gesetzlich vorgeschriebene Kontrolle. Wörtlich haben sie laut Anklage "untersuchungspflichtiges Fleisch in Verkehr gebracht", ohne vorherige Fleischbeschau.

Jetzt entscheidet das Gericht. Im Raum steht Tierquälerei nach dem Strafgesetzbuch und Verstöße gegen das Lebensmittelsicherheitsgesetz. Die mögliche Konsequenz: bis zu zwei Jahre Haft. Es gilt die Unschuldsvermutung.

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