Bei der internationalen Militärübung "African Lion 2026" im Süden Marokkos sind Anfang Mai zwei US-Soldaten als vermisst gemeldet worden. Sie waren in der Nähe einer Steilküste am Atlantik verschwunden.
Daraufhin wurde eine massive Suchaktion gestartet. US-Armee, marokkanische Streitkräfte und verbündete Truppen suchten im Übungsgebiet Cap Draa zu Land, zu Wasser und in der Luft nach den Vermissten.
Zehn Flugzeuge, Taucher sowie ein unbemanntes Unterwasserfahrzeug waren an der Suche beteiligt. Nun wurde eine der Leichen am Samstag aus dem Meer geborgen, wie die marokkanische Armee mitteilte.
Die Leiche wurde in ein Militärkrankenhaus gebracht und soll in die Heimat des Toten überführt werden. Die Suche nach dem zweiten vermissten Soldaten dauert weiter an.
Ein US-Militärsprecher teilte der Nachrichtenagentur AFP mit, dass die Soldaten möglicherweise ins Meer gestürzt seien. Es handele sich aller Wahrscheinlichkeit nach um einen Unfall – einen terroristischen Hintergrund schloss er aus.
Das "Wall Street Journal" hatte zuvor berichtet, dass die Vermissten wohl wandern gingen, nachdem die Übungen beendet waren. An dem Manöver, das Ende April in Agadir begann, nahmen fast 5000 Militärangehörige aus mehr als 40 Ländern teil.