Sportmix

Sexismus – Mann statt Hostesse bei Tour de France

Die Tour de France reagiert auf anhaltende Sexismus-Vorwürfe und ersetzt künftig bei Siegerehrungen eine der weiblichen Hostessen mit einem Mann.
Sebastian Klein
20.08.2020, 09:23

Die Formel 1 strich 2018 ihre Grid Girls, nachdem die Zurschaustellung attraktiver junger Damen in knappen Outfits immer wieder für Diskussionen gesorgt hatte. Nun reagiert auch die Tour de France auf anhaltende Kritik.

Bei Siegerehrungen des prestigeträchtigsten Radsport-Events der Welt war es bisher Tradition, dass der Athlet von zwei Frauen eingerahmt war, sich Blumen und ein Siegerbussi abholte.

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Künftig wird eine der beiden Hostessen von einem Mann ersetzt, gaben die Veranstalter bekannt. Fast 38.000 Menschen hatten eine Petition zur Abschaffung der Hostessen unterschrieben. Tour-Boss Christian Prudhomme: "Das ist neu, aber wir haben das schon bei anderen Rennen gemacht, etwa bei Lüttich-Bastogne-Lüttich."

Jan Ullrich, später des Dopings überführt, ließ sich 1997 von den Hostessen feiern. Das Siegerbussi hat lange Tradition.
Reuters

Die diesjährige Tour startet am 29. August in Nizza. Das Siegerbussi fällt 2020 aufgrund der Coronavirus-Pandemie wohl ohnehin aus. Es ist noch offen, ob es je wieder Teil der Siegerehrungen sein wird.