Dabei stand Real im Champions-League-Halbfinale nach der 3:4-Pleite bei Manchester City bereits vor dem Aus. Denn auch im Santiago Bernabeu ging die Elf von Pep Guardiola durch Riyad Mahrez mit 1:0 in Front (73.). Doch ein später Rodrygo-Doppelpack (90., 90+1.) brachte Real in die Verlängerung, in der Karim Benzema per Elfmeter den 3:1-Siegtreffer erzielte (95.). Einen Vorsprung, den die tapfer kämpfenden "Königlichen" nicht mehr aus der Hand gaben.
Die Leistung seiner Elf rührte auch den sonst so kühlen "Mister". Ancelotti hatte nach dem Schlusspfiff sogar Tränen in den Augen, drückte seinen Sohn Davide Ancelotti, der als Co-Trainer bei den "Königlichen" arbeitet.
Ancelotti war überwältigt vom Kampfgeist seiner Elf. Die gab sich nicht auf, kam durch den späten Rodrygo-Doppelschlag in die Verlängerung. Auch ÖFB-Teamspieler David Alaba, der die Partie mit Adduktoren-Probleme verpasste, hob nach dem Spiel bei "Sky" den Teamgeist hervor. "Wir haben schon oft in dieser Saison unseren Charakter gezeigt. Das ist einfach Real Madrid."
Der italienische "Mister" schreibt derweil ein weiters Stück Fußball-Geschichte, steht als erster Trainer zum fünften Mal im Endspiel. Dreimal konnte Ancelotti die Trophäe bereits gewinnen – zweimal mit dem AC Milan und auch einmal mit Real Madrid (2014).