In der italienischen Hauptstadt wurde am Sonntagnachmittag die Leiche des 49-jährigen Bundesheer-Offiziers gefunden – wir berichteten. Der gebürtige Kärntners wurde in seiner gerade erst frisch bezogenen Wohnung im westlichen Stadtteil Aurelio entdeckt. Der für gewöhnlich in Wien tätige Berufssoldat sollte am Montag den ersten Kurs des "NATO Defence College" belegen. Dafür war er erst am Sonntag in Rom angekommen und hatte vor, ein halbes Jahr zu bleiben.
Das "NATO Defence College" ist ein jährlich abgehaltene Militärakademie für hochrangige Offiziere aus allen Ländern des Militärbündnisses und findet in Cecchignola, einem Stadtviertel im Süden Roms statt. Es untersteht direkt dem NATO-Militärausschuss.
Auch Österreich darf pro Jahr einen Kursteilnehmer entsenden. Dieser einzige Teilnehmer ist jedoch vor Beginn der sechsmonatigen Fortbildung tragisch verstorben.
Wie "Heute" erfuhr, hatte der Militär-Attaché des Österreichischen Botschafters am Sonntag vergeblich versucht, den 49-Jährigen zu erreichen und den Alarm ausgelöst. An der Leiche des Mannes wurden keine äußere Verletzungen festgestellt. Fremdverschulden wird daher nach jetzigen Ermittlungsstand durch die italienische Polizei ausgeschlossen. Nun soll eine Obduktion die genaue Todesursache klären.
"Ich bin persönlich betroffen. Wir alle vom plötzlichen Ableben unseres Kameraden schockiert", sagte Bundesheer-Sprecher Michael Bauer zu "Heute". Er kannte und schätzte den ehrgeizigen Offizier als vorbildlichen Soldaten. Der Mann hinterlässt Familie in Wien.