Ein tragischer Unfall im Tiroler Ötztal hat am Wochenende einem bekannten Südtiroler Unternehmer das Leben gekostet. Der 61-Jährige stürzte bei Arbeiten in einem Jagdrevier über steiles Gelände ab und erlag wenig später im Krankenhaus seinen schweren Verletzungen.
Die traurige Nachricht löste auch in seiner Heimat große Betroffenheit aus. Das Unternehmen "Metall Ritten", das der Südtiroler mitbegründet hatte, verabschiedete sich mit emotionalen Worten von seinem langjährigen Wegbegleiter. "Mit großer Trauer und tiefem Schmerz nehmen wir Abschied von unserem Mitgründer Lorenz Kröss, der bei einem tragischen Unfall ums Leben gekommen ist", heißt es in einem Beitrag auf Facebook.
Weiter schreiben seine Kollegen: "Es fällt uns schwer, die richtigen Worte zu finden. Lorenz war für uns weit mehr als ein Chef. Er war ein Freund, ein Wegbegleiter und ein Mensch, der mit seiner Herzlichkeit und Lebensfreude jeden Tag bereichert hat."
Zu dem Unglück kam es am Samstagnachmittag im Jagdrevier "Oberried" im Gemeindegebiet von Längenfeld auf rund 1.800 Metern Seehöhe. Der 61-Jährige war gemeinsam mit zwei Jagdkameraden unterwegs. Die Männer hatten zuvor im steilen und felsigen Gelände Arbeiten an einem Jägersteig durchgeführt und dabei eine Seilsicherung errichtet.
Nachdem die Arbeiten beendet waren, machten sich die drei Männer auf den Rückweg zu ihrer Jagdhütte. Dabei verlor der Südtiroler plötzlich den Halt. Vor den Augen seiner Begleiter stürzte er über das abschüssige Gelände rund 30 bis 40 Meter in die Tiefe und überschlug sich dabei mehrfach.
Sofort wurden Rettungsmaßnahmen eingeleitet. Während einer der Begleiter den Notruf absetzte, stieg der andere zum Verunglückten ab, um Erste Hilfe zu leisten. Der 61-Jährige erlitt bei dem Absturz schwerste Verletzungen.
Nach der Erstversorgung wurde er mit dem Notarzthubschrauber geborgen und in die Innsbrucker Klinik geflogen. Dort verlor er kurze Zeit später den Kampf um sein Leben.
Der Verstorbene war nicht nur Unternehmer, sondern engagierte sich laut "Kronen Zeitung" auch über viele Jahre als Funktionär beim Südtiroler Landesverband der Handwerker sowie beim Südtiroler Alpenverein.
Seit 2021 war er außerdem gemeinsam mit drei Einheimischen Mitpächter des Jagdreviers, in dem sich das Unglück ereignete. Zum Abschied richten seine Kollegen noch einmal bewegende Worte an ihn: "Lieber Lorenz, danke für alles. Wir werden dich nie vergessen und dich für immer in unseren Herzen tragen."