Der FC Augsburg hat sich am Wochenende mit einer bewegenden Geste von seinem verstorbenen Ex-Torhüter Alexander Manninger verabschiedet. Im Mittelpunkt stand dabei auch Trainer Manuel Baum, der nach dem 1:1 gegen Eintracht Frankfurt sehr persönliche Worte fand.
Für Trainer Manuel Baum war die Erinnerung an den ehemaligen Keeper auch nach dem Spiel allgegenwärtig. Auf der Pressekonferenz sagte er: "Ich finde es im Verein eine tolle Kultur, dass so an Spieler erinnert wird."
Besonders berührte Baum die familiäre Situation. "Man kennt ja die familiären Verhältnisse mit zwei kleinen Kindern. Ich habe auch zwei, da kommt man schon ins Schlucken", erklärte der Trainer. Gleichzeitig betonte er, dass Manninger wohl gewollt hätte, dass die Mannschaft weiter alles gibt.
Genau das habe sein Team auch gezeigt. "Er hätte schon gewollt als Fußballer und toller Mensch, dass wir sagen und jetzt hauen wir alles raus. Das haben wir heute gemacht, auch für ihn", so Baum.
Manninger, der von 2012 bis 2016 für den FCA spielte, war vor rund eineinhalb Wochen bei einem Verkehrsunfall in Salzburg ums Leben gekommen. Er wurde nur 48 Jahre alt und hinterlässt eine Frau sowie zwei kleine Kinder. Vor allem wegen seiner Rolle im dramatischen Abstiegskampf 2012/13 bleibt er vielen Fans unvergessen.
Auch beim Heimspiel gegen Frankfurt war die Anteilnahme deutlich spürbar. Die Mannschaft lief im Trauerflor auf, beim Aufwärmen trugen die Profis Trikots mit Manningers Nummer 1. Vor dem Anpfiff wurde im Stadion eine Schweigeminute abgehalten, begleitet von emotionalen Bildern seiner größten Paraden auf der Videoleinwand.
Auch die Fans setzten ein sichtbares Zeichen. Auf einem Banner war eine letzte Botschaft an den ehemaligen Torhüter zu lesen. Zudem erinnert nun ein großes schwarz-weiß Bild an der Außenwand des FCA-Funktionsgebäudes an Manninger. Der Abschied in Augsburg zeigte eindrucksvoll, welchen Platz Manninger bis heute Deutschland einnimmt.