Der Treffer ging unter die Haut! Beim wichtigen Sieg gegen St. Pauli traf Eren Dinkci zum 2:0 – dann brachen beim Stürmer alle Dämme. Hintergrund: Es ist der erste Treffer des Heidenheimers seit bei seiner Freundin Ende Jänner Blutkrebs diagnostiziert wurde.
Seit der Diagnose hat sich das Leben des Fußballers komplett auf den Kopf gestellt. "So ein Tor gibt natürlich auch Kraft", erklärte Dinkci nach dem Spiel bei DAZN immer noch sichtlich bewegt. Und stellte sofort klar: "Das Tor ist ihr gewidmet, ganz klar. Und ich hoffe, dass sie sich gefreut hat und ihr das Tor auch ein bisschen Kraft schenkt."
Trainer Frank Schmidt fand wertschätzende Worte für seinen Schützling: "Er schafft es im Training, in den Spielen, auch mal den Kopf kurz freizubekommen. Man kann alles erreichen, wenn man zusammenhält, und deswegen ist es sehr emotional."
In der schweren Zeit unterstützt Heidenheim Dinkci und seine Freundin, die eine Stammzellenspende benötigt. Wie bereits in den vergangenen Wochen gab es deshalb auch beim 2:0-Sieg eine Registrierungsaktion für eine Stammzellenspende – offenbar mit riesigem Andrang. Laut Klub war die Resonanz "überwältigend".
Rückhalt bekommt Dinkci in der schweren Zeit auch von seinen Mitspielern. "Er hat im Privaten extrem viel einzustecken in letzter Zeit. Er ist ein absoluter Goldjunge. Ich freue mich für ihn extrem und wir versuchen, ihn als Mannschaft aufzufangen", sagte Niklas Dorsch. Auch sportlich war der Erfolg enorm wichtig: Bei einer Niederlage wäre Heidenheim abgestiegen. Jetzt lebt die Hoffnung weiter am Leben – vier Punkte fehlen auf den Relegationsplatz, drei Spiele bleiben.