Beamter schwer verletzt

Trash-TV-Star verprügelt Polizisten in Wiener Prater

Prügel-Eklat im Wiener Prater: Ein Reality-TV-Promi verletzte einen Polizisten schwer und kassiert dafür wohl seine fünfte Vorstrafe.
Newsdesk Heute
17.04.2026, 21:01
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Ein eskalierter Abend im Wiener Prater bringt einem jungen Reality-TV-Bekannten nun ernste Konsequenzen vor Gericht ein. Nach einer Prügelei am Wintermarkt muss sich der Mann nicht nur für schwere Verletzungen verantworten, sondern kassiert auch bereits seine fünfte Vorstrafe – noch ist das Urteil allerdings nicht rechtskräftig, wie die "Krone" am Freitagabend berichtet.

Am zweiten Adventwochenende des vergangenen Jahres herrschte reger Betrieb am Wintermarkt im Prater. Während viele Besucher die Stimmung genossen, geriet ein Mann Mitte 20, der aus österreichischen Trash-TV-Formaten bekannt ist, zunehmend außer Kontrolle. Ein Bekannter beschreibt ihn zwar grundsätzlich positiv, erinnert sich aber: "Er ist wirklich ein netter Typ. Aber er war an diesem Tag sehr aufgebracht".

Eskalation bei Punschstand

Bei einer Punschhütte spitzte sich die Lage schließlich zu. Laut einem Zeugen dürfte eine Mischung aus Alkohol und privaten Problemen zur Eskalation geführt haben. Zunächst griffen Sicherheitskräfte ein und brachten den Mann zu Boden. Doch auch als die Polizei eintraf, ließ er sich nicht beruhigen. Vor Gericht zeigte er sich später einsichtig: "Mir tut der Vorfall leid. Das war nicht in Ordnung und auch nicht meinem Alter entsprechend".

Polizist schwer verletzt

Im Zuge eines Handgemenges kam es dann zu dem folgenschweren Angriff: Der Beschuldigte versetzte einem Polizisten einen derart kräftigen Schlag gegen die Schulter, dass dessen Brustmuskel riss. Der Beamte schilderte vor Gericht einen heftigen "Haken" und gab an, im ersten Moment sogar an einen Messerstich gedacht zu haben – was sich jedoch nicht bestätigte. Die Verletzung gilt als schwere Körperverletzung, auch wenn glücklicherweise keine bleibenden Schäden zurückblieben.

Reue vor Gericht

Der Angeklagte selbst konnte sich an viele Details nicht mehr erinnern, bei ihm wurden 1,6 Promille gemessen. Die Verantwortung für die Tat übernimmt er dennoch: "Die Schmerzen wurden zugefügt, also will ich auch dafür geradestehen". Das zugesprochene Schmerzensgeld in Höhe von 10.080 Euro akzeptierte er sofort.

Das Gericht verhängte eine teilbedingte Haftstrafe von 22 Monaten, davon sieben unbedingt. Es ist bereits die fünfte Vorstrafe für den Mann. Der Richter merkte an: "Irgendwas ist bei Ihnen scheinbar schon im Argen" und brachte eine Fußfessel als mögliche Option ins Spiel. Eine Stellungnahme zum Urteil ließ der Angeklagte über seine Verteidigerin vorerst offen – es ist somit noch nicht rechtskräftig.

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