Bis spät in die Nacht kontrollierten Polizisten gemeinsam mit der Wiener Fahrzeugprüfstelle in den vergangenen Stunden den Verkehr im Stadtgebiet. Im Fokus stand das Kraftfahrgesetz - und die Bilanz hat es in sich.
Insgesamt 170 Anzeigen nach dem KFG sowie mehrere weitere verkehrsrechtliche Delikte wurden festgestellt. In zehn Fällen griffen die Beamten sofort durch: Kennzeichen und Zulassungsschein wurden wegen Gefahr im Verzug abgenommen.
Besonders brisant waren mehrere schwere Fahrzeugmängel. So stoppten die Beamten ein Auto, bei dem sämtliche Anbauteile nicht genehmigt waren. Die Räder streiften bereits an den Radkästen - akute Unfallgefahr.
Ein weiterer Lenker war mit einer gebrochenen Schraubenfeder unterwegs. Dabei drohte sogar, dass Metallteile verloren gehen. Der 42-jährige Rumäne wurde mehrfach angezeigt.
Für einen Schockmoment sorgte ein 66-jähriger Österreicher: Er hatte vor der Fahrt massiv Alkohol konsumiert, verlor bei der Kontrolle das Bewusstsein und musste von der Rettung ins Spital gebracht werden. Das Ergebnis der Blutuntersuchung: rund 3,8 Promille.
Die Polizei kündigt an, solche Schwerpunktaktionen auch künftig regelmäßig durchzuführen - für mehr Sicherheit auf Wiens Straßen.