Nach den von Israel und den USA geflogenen Luftangriffen auf Erdöllager im Iran wird nach offiziellen Angaben in der Hauptstadt Teheran vorläufig kein Benzin mehr ausgeliefert. AFP-Journalisten berichteten Samstagnacht über Rauch von Bränden über Teheran. Auch Sonntagfrüh war die Luft noch rauchgetrübt.
Aus den getroffenen Tanks ausgeronnener Treibstoff setzte Gräben entlang von Straßen im angrenzenden Wohnviertel in Brand, wie Videos im Internet zeigen.
"Aufgrund von Schäden am Treibstoffversorgungsnetz wurde die Verteilung vorübergehend unterbrochen", erklärte der Teheraner Regionalgouverneur Mohammad Sadegh Motamedian nach Angaben der Nachrichtenagentur IRNA am Sonntag. Er fügte hinzu: "Das Problem wird gerade gelöst."
In der Nacht zum Sonntag hatten Israel und die USA Angriffe auf Erdöllager geflogen. Dabei wurden die Depots und eine "Einrichtung zum Öltransport" nach Angaben der nationalen iranischen Mineralöl-Vertriebsgesellschaft beschädigt. Dabei sind nach offiziellen Angaben mindestens vier Menschen getötet worden.
Darunter seien zwei Fahrer, sagte der Leiter der nationalen Mineralöl-Vertriebsgesellschaft, Keramat Wejskarami, am Sonntag im Staatsfernsehen. Die getroffenen Einrichtungen seien beschädigt, die Flammen seien jedoch unter Kontrolle gebracht worden.
Trotz Regens, der die Luft gereinigt habe, sei es am Morgen noch vergleichsweise dunkel gewesen, berichteten Anwohner. In der Luft vermischt sich der Regen mit den Ölpartikeln in den Rauchschwaden zu einer grau-schwarzen Flüssigkeit. "Es regnet Öl", berichtete daher ein CNN-Reporter in einem Bericht aus der iranischen Hauptstadt.
Der iranische Rote Halbmond warnte vor Gesundheitsgefahren durch den rauchdurchsetzten Niederschlag. Die Behörden riefen die Menschen auf, Gebäude nicht zu verlassen.