Trotz Corona-Krise: Linzer Szenewirt baut sogar aus

Im Lockdown wird beim bekannten Altstadt-Restaurant "Göttfried" groß umgebaut.
Im Lockdown wird beim bekannten Altstadt-Restaurant "Göttfried" groß umgebaut.Mike Wolf
Während andere Lokale im Lockdown ums Überleben kämpfen und erst gar nicht mehr aufsperren, baut das "Göttfried" in der Linzer Altstadt sogar aus.

Kaum eine Branche trifft die Corona-Krise so hart wie die Gastronomie. Nach dem ersten Lockdown im Frühjahr haben sämtliche Restaurants und Gasthäuser schon seit Anfang November wieder geschlossen.

Um einigermaßen über die Runden zu kommen, hat der Großteil auf Abhol- und Lieferservice umgestellt. Viele Wirt kämpfen derzeit ums nackte Überleben.

Der Oberwirt hingegen, bekanntes Gasthaus in St. Magdalena in Urfahr, ist der Corona-Krise bereits zum Opfer gefallen. Wie der Wirt selbt auf seiner Facebook-Seite verkündete, wird er nach dem Lockdown nicht mehr aufsperren. Fehlende Umsätze und der Ausfall von Feiern seien der Grund für die Entscheidung gewesen.

Neuer Eingangsbereich und Vinothek

Ganz anders die Situation beim Hotel-Restaurant "Göttfried" in der Linzer Altstadt. Dort rollen im Lockdown die Baufahrzeuge an. Aber nicht weil das Lokal weg kommt. Nein, das Restaurant wird jetzt sogar ausgebaut.

Der frühere angrenzende Plattenladen hat zugesperrt. Und genau um diesen Bereich wird das "Göttfried" nun erweitert. "Wir haben eine Wand weggerissen. Dort, wo der Plattenladen war, ensteht nun ein neuer Eingangsbereich mit einer eigenen Vinothek. Es wird alles viel großzügiger, heller und freundlicher", schwärmt Inhaber Christian Göttfried (48) im Gespräch mit "Heute".  Und auch im Innenbreich des Lokals wird ein wenig umgestaltet.

Doch wie kann es sein, dass ausgrechnet in der Krisenzeit groß umgebaut wird, wird sich so mancher fragen. "Natürlich trifft uns der Lockdown extrem hart, keine Frage. Alleine im Hotel haben wir einen Rückgang von 90 Prozent. Aber die letzten fünf Jahre sind sehr gut gewesen und wir haben uns Rücklagen geschaffen", sagt der Lokal-Besitzer.

Bis 6. Dezember, so lange soll ja bekanntlich der harte Lockdown andauern, soll der neu gestaltete Eingangsbereich fertig sein. Zu Weihnachten soll das "Göttfried" dann in neuem Glanz erstrahlen. "Wenn nichts dazwischen kommt, schaffen wir das", ist der Besitzer zuversichtlich.

Die Stammgäste freuen sich schon jetzt, wenn das "Göttfried" wieder aufsperren darf. "Ich bekomme fast täglich E-Mails und Whats-App-Nachrichten. Die Leute schreiben uns, dass sie uns schon so vermissen", sagt der Inhaber.

Ganz auf ihr Göttfried müssen die Gäste derzeit aber nicht verzichten. Am Wochenende, wenn die Baustelle ruht, können die Speisen abgeholt werden. 

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