Trotz Corona-Krise will Land 900 Mio. Euro investieren

Online-Pressekonferenz mit VPNÖ-Manager Bernhard Ebner und Landeshauptfrau Johanna Mikl-Leitner
Online-Pressekonferenz mit VPNÖ-Manager Bernhard Ebner und Landeshauptfrau Johanna Mikl-LeitnerVPNÖ
An den geplanten Investitionen von knapp 900 Mio. Euro werde in NÖ trotz Corona festgehalten. Die Maßnahmen würden vor allem dem Arbeitsmarkt helfen.

Für die niederösterreichische ÖVP steht im aktuellen Jahr die Bewerkstelligung der Gesundheitskrise im Fokus. Trotz der Corona-bedingt angespannte Lage werde an geplanten Projekten und Investitionen festgehalten, betonte Landeshauptfrau Johanna Mikl-Leitner am Mittwoch in einer Online-Pressekonferenz. Das Land nehme in Summe knapp 900 Millionen Euro in die Hand, löse damit ein Gesamt-Investitionsvolumen von rund 3,6 Milliarden Euro aus und sichere 53.000 Arbeitsplätze.

450.000 Anrufe bei Hotline 1450

Im Rahmen der Bewältigung von Covid-19 und den Folgen könne das Land auf eine Vielzahl von Säulen bauen, sagte Mikl-Leitner. Eine davon sei die im Vorjahr ins Leben gerufene Landesgesundheitsagentur, die "sich bewährt" habe. Ins Treffen geführt wurde von der Landeschefin auch die maßgebliche Rolle von Notruf Niederösterreich. "Alleine im Jahr 2020 wurden über die Gesundheits-Hotline 1450 mehr als 450.000 Anrufe abgewickelt, und auch die Organisation der Flächentests hat reibungslos funktioniert."

Mehr als 20 Maßnahmen und Angebote seien seit März des Vorjahres erarbeitet worden, um der Arbeitslosigkeit und der Wirtschaftskrise entgegenzuwirken. Mit der Umsetzung des für 2020 und 2021 initiierten Konjunkturprogramms sei man "genau im Plan". 96 Millionen von insgesamt 229 Millionen Euro seien bisher an Betriebe ausbezahlt worden. Allein im Rahmen der Initiative "digi4wirtschaft" seien 570 Anträge bewilligt und mehr als neun Millionen Euro an Fördermitteln ausgeschüttet worden.

"Betriebe werden langen Atem brauchen"

"Es ist mir trotzdem bewusst, dass unsere Betriebe weiterhin einen langen Atem brauchen werden", blickte Mikl-Leitner voraus. Bis sich die Wirtschaft wieder auf Vorkrisen-Niveau einpendelt, werde es "einige Zeit dauern".

Die aktuelle Lage zeigt naturgemäß auch Auswirkungen auf dem Arbeitsmarkt. Allein in Niederösterreich sind aktuell etwa 170.000 Menschen ohne Beschäftigung oder in Kurzarbeit, rechnete die Landeshauptfrau vor. Gegengesteuert werden soll u.a. mit insgesamt 69 Millionen Euro, die für arbeitsmarktpolitische Maßnahmen bereitgestellt werden.

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