Dänen-Mutation bereits an unserer Grenze nachgewiesen

Grenzkontrollen an der österreichisch-deutschen Grenze am Walserberg (Archivfoto)
Grenzkontrollen an der österreichisch-deutschen Grenze am Walserberg (Archivfoto)Revierfoto / Action Press / picturedesk.com
In einem Augsburger Labor wurde jetzt die dänische Corona-Mutation erstmals nachgewiesen. Die Variante soll das Immunsystem leichter umgehen können.

Aus Angst vor der Ausbreitung einer möglicherweise aggressiveren Corona-Mutation ließ die dänische Regierung vergangenen November alle Nerze im Land töten. Mindestens 15 Millionen Tiere - darunter auch gesunde - verloren im Zuge der Massenkeulung ihr Leben. Die neue Coronavirus-Variante galt anschließend als ausgemerzt - bis jetzt.

Ausgerechnet bei unseren Nachbarn wurden erst kürzlich gleich zwei Fälle der "Cluster 5"-Variante nachgewiesen: Das Augsburger Labor ArminLabs konnte vergangene Woche die Mutation bei jeweils einem Patienten aus Ansbach und Neu-Ulm feststellen. Beide seien über 60. Ob es eine Verbindung der Patienten nach Dänemark gibt, ist bisher nicht bekannt.

Dänen-Variante kann das Immunsystem leichter umgehen

Dem Unternehmen zufolge könnte die Virus-Mutation aus Dänemark das Immunsystem des Menschen leichter umgehen, als es bei der ursprünglichen Wuhan-Variante der Fall ist. Man halte für wahrscheinlich, dass bereits erworbene Antikörper schwächer gegen die "Cluster 5"-Variante wirken, was auch die Wirksamkeit von Impfstoffen erschweren könne, ist in der Pressemitteilung des Labors zu lesen.

Die Weltgesundheitsorganisation (WHO) hingegen verwies bisher darauf, dass es bei der Mutation keine Hinweise auf erhöhte Risiken gebe.

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