Sportler Elias (29) wurde jetzt abgeschoben

Flüchtling Elias (29) wurde abgeschoben.
Flüchtling Elias (29) wurde abgeschoben.Bild: Screenshot ORF
Bis zuletzt hatten Schule, seine Fußballfreunde und die Kirche gekämpft, es nutzte nichts: Elias wurde jetzt zurück nach Afghanistan gebracht.
Aufopferungsvoll hatten Pfarre, Sportverein und Schule für den zum Christentum konvertierten Elias Zafari (29) gekämpft. Sonntagfrüh spitzte sich die Lage um den seit vier Jahren in Mogersdorf (Jennersdorf) lebenden Asylwerber aber zu.

Laut Unterstützern wurde der gut integrierte Afghane um 5.30 Uhr von der Polizei abgeholt, in Schubhaft genommen. Für die Flüchtlingshelfer unverständlich: Nach Einsprüchen sei der Akt Zafari noch beim Verwaltungsgerichtshof gelegen.

Proteste der Diözese

Am Montag protestierte die Diözese Eisenstadt gegen die Abschiebung des am 24. November 2019 getauften Elias.Generalvikar Martin Korpitsch richtete einen Appell an den Bundespräsidenten, Vizekanzler und Innenminister und pochte auf ein humanitäres Bleiberecht: "Elias ist vor den Taliban geflüchtet, sein Leben ist aufgrund seiner Konvertierung zum Christentum massiv gefährdet."

CommentCreated with Sketch.70 zu den Kommentaren Arrow-RightCreated with Sketch. Schönborn: "Es tut weh"

Es nützte alles nicht: Mitte der Woche hob das Flugzeug nach Kabul ab, Elias Zafari wurde abgeschoben. Wiens Erzbischof Christoph Kardinal Schönborn äußert sich in seiner aktuellen "Heute"-Kolumne kritisch über Abschiebungen gut integrierter Flüchtlinge: "Es tut weh", schreibt Schönborn. Denn "zum christlichen Erbe gehört die Bereitschaft, Menschen auf der Flucht zu helfen, Heimatlose und Fremde nicht zu verachten."



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