US-Militäreinsatz

"Sie töten Christen" – US-Präsident Trump droht Nigeria

Donald Trump droht Nigeria mit Militäreinsatz wegen Angriffen auf Christen. Ein Treffen mit Präsident Tinubu soll Klarheit bringen.
Newsdesk Heute
03.11.2025, 08:11
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US-Präsident Donald Trump hat seine Drohung mit einem US-Militäreinsatz in Nigeria wegen angeblich gezielter Tötungen von Christen durch Dschihadisten bekräftigt. Auf die Frage eines AFP-Reporters an Bord der Air Force One, ob er einen Bodeneinsatz von US-Truppen in Nigeria oder Luftangriffe in Betracht ziehe, antwortete Trump am Sonntag: "Das könnte sein, ich meine, vieles ist möglich - ich stelle mir vieles vor." Der US-Präsident fügte dazu noch an: "Sie töten die Christen, und zwar in sehr großer Zahl. Das werden wir nicht zulassen."

Trump hatte bereits am Samstag auf seinem Onlinedienst Truth Social gewarnt, dass die US-Regierung sämtliche Hilfen für das westafrikanische Land sofort einstellen und "mit feuernden Gewehren" einmarschieren könnte, falls die nigerianische Regierung nicht gegen das "Töten von Christen" durch "islamistische Terroristen" vorgehe.

Ohne Belege zu liefern, hatte Trump schon am Freitag behauptet, Christen stünden in Nigeria einer "existenziellen Bedrohung" gegenüber. "Tausende Christen" würden in dem Land getötet, und "radikale Islamisten" seien "für dieses Massenabschlachten verantwortlich". Ähnliche Vorwürfe gab es auch schon von anderen republikanischen Politikern in den USA.

Trump genehmigte Waffenverkäufe

Nigerias Staatschef Bola Ahmed Tinubu hofft unterdessen auf ein Treffen mit Trump. "Ob die Terroristen in Nigeria allein auf Christen zielen oder tatsächlich auf alle Gläubigen und Ungläubigen", werde in den kommenden Tagen von beiden Staatschefs bei einem Treffen "diskutiert und geklärt" werden, erklärte Tinubus Sprecher Daniel Bwala am Sonntag im Onlinedienst X.

Bwala betonte, Trump habe "Nigeria sehr geholfen, indem er Waffenverkäufe an dieses Land genehmigt hat". Tinubu habe "diesen Vorteil im Kampf gegen den Terrorismus zu nutzen gewusst, weshalb wir beträchtliche Ergebnisse erzielt haben".

Nigeria schweigt zu möglichem Treffen

Gegenüber der Nachrichtenagentur AFP sagte Bwala am Telefon, Nigeria verstehe die Äußerung Trumps "nicht im Wortsinn". "Wir wissen, dass Donald Trump seinen eigenen Kommunikationsstil hat." Es gehe ihm darum, "ein Treffen zwischen beiden Anführern zu erzwingen, damit sie eine gemeinsame Linie festlegen können". Zu Details eines möglichen Treffens zwischen den beiden Präsidenten wollte sich Bwala nicht äußern.

Nigeria wird von zahlreichen Konflikten zwischen verschiedenen Ethnien und Bevölkerungsgruppen erschüttert, denen Christen wie Muslime gleichermaßen zum Opfer fallen. Das bevölkerungsreichste Land Afrikas ist in einen mehrheitlich muslimischen Norden und einen überwiegend christlichen Süden geteilt.

{title && {title} } red, {title && {title} } Akt. 03.11.2025, 08:54, 03.11.2025, 08:11
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