US-Präsident Donald Trump hat mehrere Länder der muslimischen Welt dazu aufgerufen, im Zuge einer möglichen Friedensvereinbarung mit dem Iran dem sogenannten Abraham-Abkommen beizutreten und damit die Beziehungen zu Israel zu normalisieren. In einem langen Beitrag auf seinem Netzwerk Truth Social hat Trump am Montag die Länder aufgezählt, mit deren Führung er am Samstag über Möglichkeiten zur Beendigung des Iran-Kriegs gesprochen hat. Für diese Länder, nämlich die Türkei, Ägypten, Saudi-Arabien, Katar, Jordanien und Pakistan, sollte es laut Trump "verpflichtend" sein, gleichzeitig die Abraham-Abkommen zu unterzeichnen.
"Es wäre möglich, dass ein oder zwei (der Länder) einen Grund haben, nicht mitzumachen, und das würde auch akzeptiert werden, aber die meisten sollten dazu bereit und willens sein, und so diese Vereinbarung mit dem Iran zu einem weit historischeren Ereignis zu machen, als es sonst sein würde", schrieb Trump weiter. Saudi-Arabien und Katar sollten sofort unterschreiben, alle anderen sollten dann folgen. "Wenn sie es nicht tun, sollten sie nicht Teil dieses Deals sein, weil es schlechte Absichten zeigt."
Mit den Abraham-Abkommen hat Trump in seiner ersten Amtszeit eine historische Annäherung zwischen Israel und den Vereinigten Arabischen Emiraten, Bahrain, Marokko und dem Sudan vermittelt. Im vergangenen Jahr ist auch die ehemalige Sowjetrepublik Kasachstan dem Abkommen beigetreten, wobei das Land schon seit 1992 diplomatische Beziehungen zu Israel unterhält.
In diplomatischen Kreisen wurden die Abkommen als ein Schritt in Richtung eines friedlicheren Nahen Ostens begrüßt. In der Bevölkerung der Region kamen sie aber nicht überall gut an, vor allem, weil der israelisch-palästinensische Konflikt dabei ausgeklammert wurde.