Im Konflikt zwischen den USA und Iran zeichnet sich ein möglicher diplomatischer Schritt ab. Pakistan will schon bald Gespräche zwischen beiden Ländern ausrichten.
Außenminister Ishaq Dar kündigte am Sonntag an, dass Islamabad Gastgeber der Verhandlungen sein werde. Ob diese direkt oder indirekt stattfinden sollen, ließ er offen. Eine offizielle Bestätigung aus Washington oder Teheran gab es zunächst nicht.
"Pakistan ist sehr erfreut darüber, dass sowohl der Iran als auch die USA ihr Vertrauen in Pakistans Vermittlungsrolle" bei den Gesprächen bekundet haben, die in den "kommenden Tagen" stattfinden sollen, erklärte Dar in einer Fernsehansprache nach einem Treffen mehrerer regionaler Außenminister.
Zuvor hatten die Außenminister aus Saudi-Arabien, der Türkei, Ägypten und Pakistan in Islamabad über Wege zur Beendigung des Iran-Krieges beraten. Laut pakistanischem Außenministerium wurde das Treffen einberufen, "um die sich entwickelnde Lage in der Region zu erörtern und Fragen von gemeinsamem Interesse zu besprechen".
Dar betonte zudem, dass die Außenminister der Türkei, Ägyptens und Saudi-Arabiens die Vermittlungsbemühungen Pakistans unterstützen. Ein weiteres Treffen ist bereits für Montag geplant.
Pakistan hat sich zuletzt als Vermittler positioniert und pflegt sowohl zu den USA als auch zum Iran vergleichsweise gute Beziehungen. Laut offiziellen Angaben gingen den öffentlichen Bemühungen mehrere Wochen vertraulicher Gespräche voraus.
Vor dem Vierer-Treffen führte Dar zudem bilaterale Gespräche mit seinen Amtskollegen. Auch Pakistans Armeechef Asim Munir traf sich mit Vertretern aus Ägypten und der Türkei. Vertreter der USA oder Israels waren nicht anwesend.
Während der Gespräche galt in Islamabad erhöhte Sicherheitsstufe. Mehrere Straßen rund um Regierungsgebäude und diplomatische Einrichtungen wurden gesperrt.
Der Hintergrund ist der eskalierte Konflikt im Nahen Osten: Die USA und Israel hatten am 28. Februar Luftangriffe auf den Iran gestartet. Teheran reagierte darauf mit Raketen- und Drohnenangriffen auf Israel sowie auf Ziele in der Golfregion, darunter auch US-Einrichtungen.