"Wenn der Iran die Straße von Hormus nicht innerhalb von 48 Stunden ab genau diesem Zeitpunkt vollständig und ohne Bedrohung öffnet, werden die USA seine verschiedenen Kraftwerke angreifen und zerstören", erklärte Trump auf seinem Online-Dienst Truth Social.
Das Ultimatum dürfte am Dienstag um 1.44 Uhr auslaufen. Zuerst würden die US-Streitkräfte das größte Kraftwerk des Landes angreifen, so Trump.
Die iranische Armee reagierte umgehend auf die Drohung. Sollte die Öl- und Energieinfrastruktur des Iran angegriffen werden, würden alle Energie-, IT- und Entsalzungsanlagen der USA in der Region ins Visier genommen, hieß es in einer Erklärung. Ohne Entsalzungsanlagen droht den Militärbasen und Wüstenstaaten eine Wasserknappheit.
Wenige Stunden vor Trumps Drohung verletzten zwei iranische Raketenangriffe im Süden Israels mehr als 100 Menschen. In der Stadt Dimona nahe der Atomanlage gab es einen direkten Raketeneinschlag in ein Gebäude. Dabei wurden 33 Menschen verletzt, darunter ein zehnjähriger Bub mit schweren Verletzungen.
Am Abend meldete die israelische Armee einen weiteren direkten Treffer in der Stadt Arad. Dort wurden 88 Menschen versorgt, zehn davon erlitten schwere Verletzungen. Drei Gebäude wurden erheblich beschädigt, in einem brach ein Brand aus.
Israels Regierungschef Benjamin Netanjahu erklärte nach dem "sehr schwierigen Abend", Israel sei entschlossen, seine Feinde weiterhin an allen Fronten anzugreifen. Die israelische Armee meldete daraufhin eine neue Angriffswelle auf Teheran.
Die Straße von Hormus, durch die rund ein Fünftel des weltweiten Öl- und Flüssiggastransports erfolgt, ist seit Beginn des Iran-Krieges am 28. Februar faktisch gesperrt. Die Blockade ließ die Öl- und Gaspreise in die Höhe schnellen.