Machtpoker

Trump hat bei Iran-Krieg "alle Zeit der Welt"

US-Präsident Trump sieht im Iran-Krieg keinen Zeitdruck für die USA, während Teheran laut ihm unter wachsendem Druck steht. Verhandlungen stocken.
Newsdesk Heute
23.04.2026, 22:55
Hör dir den Artikel an:
00:00 / 02:45
1X
BotTalk
Loading...
Angemeldet als Hier findest du deine letzten Kommentare
Alle Kommentare
Meine Kommentare
Sortieren nach:

Kommentare neu laden
Nach oben

Die USA haben laut Präsident Donald Trump keine Eile, den Iran-Krieg zu beenden – im Gegensatz zu Teheran. "Ich habe alle Zeit der Welt", so Trump am Donnerstag in sozialen Netzwerken. Aus seiner Sicht steht der Iran viel mehr unter Druck. Teheran habe diese Zeit "nicht", schrieb Trump weiter und fügte hinzu: "Die Uhr tickt."

Trump betonte außerdem, dass das iranische Militär zerstört worden sei. "Ihre Führer weilen nicht mehr unter uns; die Blockade ist lückenlos und stark, und von dort aus wird es nur noch schlimmer", erklärte er. Zu einer möglichen Einigung mit dem Iran meinte er, es werde "erst dann ein Abkommen geben, wenn es sinnvoll und gut für die Vereinigten Staaten, unsere Verbündeten und tatsächlich den Rest der Welt ist".

Am Dienstag hatte Trump die zweiwöchige Waffenruhe im Iran-Krieg auf unbestimmte Zeit verlängert. Die Waffenruhe gilt so lange, bis der Iran einen Vorschlag zur Beendigung des Konflikts vorlegt und "die Gespräche in der einen oder anderen Form abgeschlossen werden", sagte Trump. Ob es bald neue Verhandlungen zwischen Teheran und Washington gibt, ist derzeit offen.

Vor eineinhalb Wochen waren Gespräche zwischen den USA und dem Iran unter Vermittlung Pakistans über ein mögliches Ende des Iran-Kriegs gescheitert. Der Krieg begann mit Angriffen Israels und der USA auf die Islamische Republik am 28. Februar. Dabei wurde auch Irans oberster Führer Ayatollah Ali Chamenei getötet.

Teheran antwortete darauf mit Raketen- und Drohnenangriffen auf Israel sowie auf mehrere Golfstaaten und US-Einrichtungen in der Region. Seit Beginn des Krieges ist zudem die strategisch und wirtschaftlich wichtige Straße von Hormus durch Irans Revolutionsgarden praktisch gesperrt.

Die Meerenge ist neben Irans Atomprogramm ein zentraler Streitpunkt bei den Gesprächen über ein mögliches Kriegsende. US-Präsident Trump drängt auf eine Öffnung der Straße von Hormus, während Teheran das Ende der am 13. April begonnenen US-Blockade iranischer Häfen als Voraussetzung für eine Rückkehr an den Verhandlungstisch fordert.

{title && {title} } red, {title && {title} } 23.04.2026, 22:55
Jetzt E-Paper lesen