Telefonate zu Ukraine

Trump "nicht glücklich" – Putin antwortet mit Bomben

Am Donnerstag führten Wladimir Putin und der US-Präsident ein Gespräch. Am Freitag soll nun ein Telefonat mit Wolodymyr Selenskyj folgen.
04.07.2025, 18:08
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US-Präsident Donald Trump und der ukrainische Staatschef Wolodymyr Selenskyj wollen nach Angaben aus Kiew am Freitag miteinander telefonieren. "Es wird für heute Nachmittag vorbereitet, aber es wird erst im letzten Moment klar sein (ob es durchgeführt wird)", sagte ein hochrangiger ukrainischer Regierungsvertreter, der nicht namentlich genannt werden wollte, der Nachrichtenagentur AFP. Am Donnerstag hatte Trump ein Telefonat mit dem russischen Präsidenten Wladimir Putin geführt.

Der US-Präsident hatte sich danach "nicht glücklich" über den anhaltenden Ukraine-Krieg geäußert. Auf die Frage eines Reporters, ob er in dem Telefonat mit Putin einer Einigung zur Beendigung der russischen Invasion näher gekommen sei, antwortete Trump am Donnerstag: "Nein, ich habe überhaupt keine Fortschritte mit ihm erzielt."

Macht Trump seine Drohung jetzt wahr?

Es war Trumps sechstes Telefonat mit dem Kreml-Chef seit seiner Rückkehr ins Weiße Haus im Jänner. Ende Mai hatte der US-Präsident noch eines seiner bekannten Ultimaten angekündigt: Man werde in der nächsten Zeit herausfinden, ob Putin wirklich an einem Frieden interessiert sei – "das wird etwa zwei Wochen dauern, vielleicht auch eineinhalb Wochen", sagte Trump damals zuversichtlich und kündigte an, dass die USA "anders antworten" würden, wenn Wladimir Putin ihn nun hinhalten sollte. Zuletzt zogen die USA Anfang Juli diverse Waffenlieferungen an die Ukraine zurück, die dem Land im Rahmen von Trumps Mineralabkommen eigentlich vertraglich zugesichert waren.

Das Gespräch vom Donnerstag ohne Fortschritte und der massive Angriff russischer Raketen, Drohnen und Kampfjets auf diverse Ziele in der Ukraine am Freitag zeigen, wie wenig Interesse Wladimir Putin an einer raschen Beilegung des Konflikts hat – ob Trump diese Sichtweise teilt, dürften die nächsten Tage zeigen. Zudem könnte eine aufsehenerregende Aussage des chinesischen Außenministers Wang Yi den US-Präsidenten zusätzlich dazu veranlassen, die Ukraine stärker zu unterstützen.

China besorgt wegen möglicher russischer Niederlage

So sagte Wang zuletzt, dass Peking Russland nicht verlieren sehen wolle. Die Aussage überraschte, da sich China im Konflikt stets zumindest öffentlich als unparteiischer Friedensverfechter positioniert hatte.

China ist demnach aber nicht um eine mögliche Niederlage Russlands besorgt, weil dies für den Verbündeten einen massiven Reputationsverlust bedeuten würde – vielmehr befürchte man, dass der gesamte US-Fokus bei einem ukrainischen Sieg plötzlich auf China liegen könnte.

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