US-Präsident Donald Trump hat angekündigt, dass der US-Militäreinsatz zur Sicherung der Schifffahrt in der Straße von Hormus vorübergehend gestoppt wird. Das "Projekt Freiheit" werde "für eine kurze Zeit pausiert, um zu sehen, ob das Abkommen finalisiert und unterzeichnet werden kann oder nicht", erklärte Trump am Dienstag (Ortszeit) auf seinem Onlinedienst Truth Social. Damit spielt er auf ein mögliches Friedensabkommen mit dem Iran an. Die US-Armee hatte den Einsatz erst am Montag gestartet.
Trump sagte, er setze den Einsatz auf Wunsch des Vermittlers Pakistan und anderer Länder aus. Seinen Angaben nach gibt es "große Fortschritte auf dem Weg zu einem vollständigen und endgültigen Abkommen" mit Teheran. Die US-Blockade iranischer Häfen bleibe aber weiterhin aufrecht, betonte der US-Präsident.
Vorher hatte US-Außenminister Marco Rubio im Weißen Haus vor Journalisten erklärt, der US-Einsatz in der Straße von Hormus sei nicht Teil des ursprünglichen Krieges gegen den Iran. "Das ist kein offensiver Einsatz, das ist ein defensiver Einsatz", sagte er. "Es wird nicht geschossen, außer wenn zuerst auf uns geschossen wird."
Trump zufolge war das Ziel des Einsatzes, feststeckende Schiffe wegen der iranischen Blockade aus der für den Öl- und Gashandel so wichtigen Meerenge zu "geleiten". Am ersten Tag des Einsatzes hatte die US-Armee gemeldet, mindestens sechs iranische Kleinboote angegriffen und zahlreiche Drohnen- sowie Raketenangriffe abgewehrt zu haben. Teheran hat das jedoch bestritten. Iranische Medien berichteten zuvor von Raketenangriffen auf ein US-Militärschiff und Warnschüssen nahe US-Zerstörern – das wies Washington wiederum zurück.
Die Straße von Hormus, die für den weltweiten Handel mit Rohöl und Flüssiggas eine zentrale Rolle spielt, war zu Beginn des Iran-Kriegs Ende Februar von iranischen Streitkräften großteils gesperrt worden. In der Folge sind die Energiepreise weltweit stark gestiegen. Momentan gilt in der Region eine Waffenruhe, die aber durch den wieder aufflammenden Streit um die Straße von Hormus gefährdet ist.