Die Lage im Nahen Osten spitzt sich dramatisch zu. Noch vor Ablauf des Ultimatums (Mittwoch, 2.00 Uhr MESZ) von US-Präsident Donald Trump hat der Iran scharfe Drohungen ausgesprochen. "Die Zurückhaltung ist vorbei", erklärten die Revolutionsgarden laut der Nachrichtenagentur Reuters am Dienstag.
Teheran kündigte dabei an, gezielt die Infrastruktur der USA und ihrer Verbündeten anzugreifen. Besonders brisant: Auch die Öl- und Gasversorgung in der Region könnte für Jahre massiv gestört werden. Damit würde ein globaler Wirtschaftsschock drohen.
Sollten die USA "rote Linien" überschreiten, werde die Antwort deutlich über die Region hinausgehen, so die Warnung weiter. Trumps Ultimatum läuft am Mittwoch um 2 Uhr früh aus. Der US-Präsident hatte zuvor gedroht, iranische Kraftwerke und Brücken zu zerstören.
Auch diplomatische Bemühungen scheinen festgefahren. Der iranische Botschafter in Pakistan sprach zuletzt von einer "kritischen, heiklen" Phase. Pakistan versucht zu vermitteln, doch ein Durchbruch ist nicht in Sicht.
Teheran lehnte eine bloße Feuerpause ab. Stattdessen fordert der Iran ein dauerhaftes Kriegsende, Sicherheitsgarantien und Entschädigungen für Schäden. Zusätzlich brachte das Regime Gebühren für die wichtige Straße von Hormus ins Spiel - eine zentrale Route für den weltweiten Öltransport.
Washington zeigte sich unbeeindruckt: Trump wies den iranischen Vorschlag als unzureichend zurück.