"Die grobe und arrogante Rhetorik sowie die haltlosen Drohungen des verwirrten US-Präsidenten, der in einer Sackgasse steckt und die aufeinanderfolgenden Niederlagen der US-Armee rechtfertigt, haben keinen Einfluss auf die Fortsetzung der Offensive und der vernichtenden Einsätze" der iranischen Armee, erklärte ein Sprecher des zentralen Einsatzkommandos Chatam al-Anbija am Montag in einer von iranischen Staatsmedien verbreiteten Stellungnahme.
Zuvor hatte Trump gedroht, die US-Armee könne innerhalb von vier Stunden die iranischen Brücken und Kraftwerke zerstören, falls Teheran die Straße von Hormus nicht bis Dienstag, 20.00 Uhr (Ortszeit, Mittwoch, 2.00 Uhr MESZ) freigebe.
Seit Beginn des Iran-Krieges Ende Februar ist die Meerenge, durch die rund ein Fünftel des weltweiten Öl- und Flüssiggastransports verläuft, durch das iranische Militär de facto weitestgehend gesperrt.
Trump hat unterdessen erneut massive und verheerende Luftangriffe auf die Infrastruktur des Iran angedroht. "Das ganze Land könnte in einer Nacht ausgelöscht werden, und diese Nacht könnte morgen sein", sagte Trump am Montag bei einer Pressekonferenz zum Iran-Krieg im Weißen Haus. Alle Brücken und alle Kraftwerke des Iran könnten binnen "vier Stunden" zerstört werden.
"Wir haben einen Plan, wegen der Macht unserer Streitkräfte, in dem jede Brücke im Iran bis morgen um Mitternacht (Nacht von Dienstag auf Mittwoch) zerstört wird, wo jedes Kraftwerk ausgeschaltet wird, brennt, explodiert, und nie wieder verwendet wird", sagte Trump. "Ich meine, komplette Zerstörung bis Mitternacht. Und es wird in einem Zeitraum von vier Stunden geschehen - wenn wir es wollten."
Gleichwohl betonte Trump: "Wir wollen nicht, dass das passiert." Die USA könnten dem Iran sogar künftig bei einem Wiederaufbau helfen.
CIA-Chef John Ratcliffe bestätigte Medienberichte, wonach der US-Auslandsgeheimdienst den Einsatz unterstützte. Die CIA habe "eine Täuschungskampagne ausgeführt, um die Iraner zu verwirren".
Die USA und der Iran hatten sich am Wochenende einen dramatischen Wettlauf geliefert, um insbesondere das zweite Besatzungsmitglied zu finden. Für die USA wäre es ein Albtraum gewesen, wenn der Soldat in die Hände des Iran gefallen wäre - für Teheran dagegen ein Triumph und ein wichtiges Druckmittel gegen Washington.